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Lesen 2.0 auf der Frankfurter Buchmesse

Eye-Tracker spielt kontextbezogene Medien ein

09.10.2009

(redaktion/idw) Lesen war bisher statisch. Der geschriebene Text konnte nicht mit dem Leser interagieren und Bücher konnten die jeweils individuelle Art zu Lesen nicht unterstützen. Das ändert sich mit Text 2.0: Ein Eye-Tracker ermittelt die Blickposition der Augen auf dem Bildschirm und stellt fest, welche Textstelle gerade gelesen wird. Kontextbezogen spielt das System atmosphärisch und thematisch passende Multimedia-Effekte ein, zum Beispiel Bilder, Geräusche oder Musik.

Übersetzungshilfe und Fußnoteneinblendung

Aber Text 2.0 kann noch mehr: Übersetzungen fremdsprachiger Textstellen werden genau dann eingeblendet, wenn diese gelesen werden. Intelligente Fußnoten erläutern komplexe Konzepte, sogar eine Silbentrennung langer Wörter erfolgt je nach Bedarf. Und sollte beim Lesen einmal den Anschluss verloren gegangen sein, markiert ein roter Pfeil die zuletzt betrachtete Stelle.

Text 2.0 verbindet Augmented Text mit Augmented Reading zu einem ganzheitlichen Leseerlebnis. Augmented Text bezeichnet die explizite Anreicherung eines Textes mit Aktionen, welche beim Lesen bestimmter Wörter oder Textpassagen ausgeführt werden, zum Beispiel Fotoeinblendungen und Geräusche in Echtzeit. Augmented Reading hingegen unterstützt den Leser implizit, basierend auf dessen aktueller Lesesituation, abhängig davon, wie aufmerksam er gerade liest, ob er stockt, mit den Augen hin- und herspringt oder den Faden wieder aufnimmt.

Vom 14. - 18. Oktober 2009 präsentiert das DFKI seine Vision von Text 2.0 auf der Frankfurter Buchmessein Halle 4.2, Stand K441.

http://text20.net


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