Gute Ausbildung doch kein Schutz vor Arbeitslosigkeit?
Verwirrende DGB-Studie zur Arbeitslosigkeit Hochqualifizierter
Mehr zu: Bildungschancen, Hauptschule, Statistik, Berufliche Bildung, Schule, Hochschule, Sonderthemen(redaktion/pm) Abiturienten haben derzeit besonders schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Dies hat eine DGB-Sonderauswertung der offiziellen Arbeitsmarktstatistik ergeben. Demnach liegt die Zahl der Menschen mit Fach- und Hochschulreife, die einen Job suchen, um fast ein Viertel höher als im Vorjahr. Bei Personen mit Hauptschulabschluss oder Mittlerer Reife fiel der Zuwachs geringer aus (10,8 bzw. 5,4 Prozent).
Der Autor der Untersuchung, der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy, kommt zu dem Fazit: "Die Arbeitslosenquote ist seit längerem für geringqualifizierte Arbeitskräfte etwa fünfmal größer als bei jenen mit einem hohen formalen Bildungsniveau. Doch in der aktuellen Krise hat sich auch das Risiko für jene deutlich erhöht, die erfolgreich das Abitur abgeschlossen haben oder einen äquivalenten Abschluss erwoben haben. Auch eine schulische Ausbildung kann schnell wieder entwertet werden. Ein hohes formales Bildungsniveau schützt längst nicht immer vor Arbeitslosigkeit und teils auch nicht vor Armut. Hartz IV-Empfänger dürfen keinesfalls immer mit geringqualifizierten Langzeitarbeitslosen gleich gesetzt werden. Gut 200.000 arbeitslose Hartz IV-Empfänger haben immerhin Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss. In keiner anderen Personengruppe ist die Hilfebedürftigkeit so stark gestiegen wie bei jenen mit höherem Bildungsabschluss. Besonders betroffen sind dabei in Ost und West die Altersgruppen der 25- bis 34-Jährigen. Dies gilt für das Hartz IV-System wie die Arbeitslosenversicherung gleichermaßen."
Kritik erntete die DGB-Studie von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (vbw). Dessen Hauptgeschäftsführer, Bertram Brossardt sieht sogar "viele Tatsachen verdreht".
So negiere die Untersuchung, dass eine umfassende und gute Ausbildung immer noch der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit ist. Dies zeigten die absoluten Zahlen, so Brossardt. "Es gibt 1,8 Millionen Menschen mit Hauptschulabschluss oder ganz ohne Schulabschluss, die arbeitslos oder auf Hatz IV-Leistungen angewiesen sind. Die Zahl der Menschen mit Hochschulreife in diesem Rechtskreis liegt hingegen nur bei rund einem Viertel dieses Werts." Brossardt empfahl, sich bei der Beurteilung der Fragen an diesen absoluten Zahlen zu orientieren. "Diese sind aussagekräftiger als die prozentualen Steigerungen der DGB-Studie, die von einem jeweils völlig unterschiedlichen Ausgangsniveau ausgehen."
Die Studie setze das völlig falsche Signal, so Brossardt: "Angesichts der Äußerungen des DGB könnte man glatt meinen, es sei schädlich, wenn man sich um eine gute Ausbildung bemüht. Das verunsichert Gymnasiasten und Studierende zutiefst und leistet daher keinen qualifizierten Beitrag zur Bewältigung der Probleme auf dem Arbeitsmarkt."
Na sieh einer an, dann sind Harz 4 Empfänger doch nicht alle dumm??!! Aber vieleicht sind dann besagter Anteil 1/4 bestehend aus Abiturienten einfach nur faul? Es muss doch wirklich entäuschend sein wenn sich gewisse Mehrheiten nicht in Schubladen packen lassen. Ich würde in der Statistik noch nach Menschen mit Glatze oder oder anderen Auffälligkeiten unterscheiden. Vieleicht haben ja strukturschwache Standorte auch was damit zu tun...hm, was können wir nur dagegen machen??? Vieleicht einfach noch ne Studie anfertigen? Man stelle sich vor, da tauchen dann plötzlich Doktoren oder gar Professoren in der Statistik auf.... Falls dieser Beitrag zur Reduzierung der ALG2 Ansprüche führt, hätt ich gern irgend einen Nobelpreis dafür.
Da hat der Gegenredner allerdings recht, als Student fühle ich mich tatsächlich durch eine solche Aussage des DGB-Arbietsmarktexperten verunsichert. Er hätte wohl eher klarstellen sollen, dass die sozialen Schichten mit höherem formalen Bildungsniveau sich arbeitssituationstechnisch 'aufholen', zwar mit schnellerem Tempo, aber noch lange nicht so weit.
Was übrigens eine gern verschwiegene Tatsache ist: Die meisten Studierenden LEBEN in Armut, oder zumindest knapp davor. Und wenn man kein Geld mehr für Essen hat, tja, die Tafeln schicken einen weg, man ist ja Student.
Frage falsch beantwortet, von beiden Seiten. Wichtig zur Beantwortung ist doch das Verhältniss zwischen Hochschulreife und nicht Hochschulreife bei allen Beschäftigten und dann im Vergleich dazu das Verhältniss der Arbeitslosen.
Wenn wundert es schon? Auch in Deutschland kommt nun ganz allmählich die Krise der Wirtschaft (oder Finanzmarktes?) und bedroht nun auch diejenigen, die sich mit einem "besser qualifizierenden Abschluss" absegnen lassen.
Bildung, egal in welcher Form, wird auch nur gebraucht, wenn die Wirtschaft da ein gewisses Maß an Nachfrage hat.
Es sind zwar nur ein paar Prozentpunkte, aber der Stein fängt an zu rollen. Ob wir wirklich schon die "Talsohle" der Krise erreicht haben und nun den Aufschwung erleben?
Aber als freiberuflicher Journalist neben dem Studium sage ich mal: Es ist frisches Futter für Medien. Bad News are good News. Mal schau'n, ob sich daraus eine neue "Bildungsdebatte" ergibt!
Das ist doch die Wahrheit,ich habe immer gearbeitet in der ehemaligen DDR,trotz 4 Kindern.
Und nun ist man schlecht vermittelbar.
Und zu alt mit 54 Jahren.
Ich glaube wer manchmal die Studien macht lebt an der Realität vorbei.
Ich versuche aus Hartz IV mich herauszuarbeiten. Bildung ist ein Schritt, und reicht dennoch nicht aus.Bin Aufgrund der Tatsache Situation Pflegende Angehoerige geworden zu sein, wie Tod hineingerutscht. Soziale afferente Netzwerke gibt es in Deutschland, wie eine Kommunikation darueber noch nicht. Ich bin der Meinung, dass durch diese der Arbeitsmarkt eine gte Qualitaet bekommt. Wie Bildung eine andere neue Qualitaet. Da die Werte und Normen sich neu definieren koennen. So, dass wir weder eine Beformundung erfahren, und uns in innovativen/kreativen Wachstumsprozessen definieren. Wo die Familien gestaerkt werden, und gegenseitige Hilfe neue Zuwendungen erfahren. Wenn man den Wandel in den Hochschulen der letzten Jahre betrachtet haben wir enorme Veraenderungen, die sich in der Wirtschaft erst definieren wollen. Ich habe hier fuer mich keine Perspektiven gesehen, und habe mir erlaubt einen globalen kreativen innovativen Dialog aufzubauen. Um meinen Kindern Raum zu geben, wie Kindern - jungen Menschen, und inneren Kindern. Plattformen, wie aus Hartz IV. Erwuenscht oder nicht erwuenscht. Wir benoetigen keine weiteren exemplarischen Beispiele. Das Leben fordert uns und wuenscht seine praktische Umsetzung. Ich denke, dass jeder Mensch welcher Armut gespuert hat, kennt - die Bedeutung den Wert von Qualitaet des Geldes. Vor allem von den Wegen bis man wieder in den Geschmack, wie Genuss kommt. Ohne sich dabei zu verlieren, wie seine Wuerde. Das bringt Bildung zum Ausdruck m.E. - alles andere ist ein Zeitfenster. Ich gehe meinen Weg loyal, wie neutral - und kann nur in eine gemeintyiges Denken, wie Handeln asreben - welches auf Nachhaltigkeit aufbaut. Integration erfordert, also ist jeder Schritt - wie jede Handlung noetig, um aufbauen zu kñnnen. Hohe Zahlen studierter Menschen erschrecken vielleicht im Moment bei den Arbeitslosenzahlen, dennoch gibt es Hofnung - durch die neuen innovativen Prozesse. Wir muessen nur beginnen mehr zu kommniyieren, und neue Wege gehen. Riskanten Ordnungen Raum geben.
Meisterchensyndrom (speziell technischer Bereich)
Möglicherweise entwickeln sich in den unteren "Managementebenen" vielen Unternehmen gewisse Vorbehalte gegenüber Leuten mit guter Bildung, hoher Analysefähigkeit von Betriebsabläufen aber geringer Schauspielfähigkeit.
Die Abteilungsleiter und leitenden Mitarbeiter welche bei Einstellungen und auch Entlassungen nach ihrer Meinung gefragt werden sorgen schon dafür daß ihre Stelle nicht gefährdet ist.
Eine Studienberechtigung und gutes berufliches Fachwissen sind da eher von Nachteil wenn man es mit dem klassischen Meister oder Werksmeister zu tun hat.
Wie in wirtschaftlichen "Friedenszeiten" wird auch in der Kriese diese Klientel gefragt mit eben diesen Auswirkungen
@ Klaus
Meisterchensyndrom
Das kann ich als Gymnasiast mit FH-Abschluss nur bestätigen. Die Vorgesetzten haben oft nur den Hauptschulabschluss und erzählen oft nur populististisches Geschwätz, dass es einem die Socken auszieht.
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