Medienführerschein an Bayerns Schulen
Pilotprojekt gestartet - ab 2010 flächendeckend
Mehr zu: Bayern, Medienkompetenz, Unterrichtsgestaltung, Weiterbildung, Kindergarten / Vorschule, Schule(redaktion/pm) Mit einem Medienführerschein sollen bayerische Schüler jetzt fit gemacht werden für den Umgang mit Computer, Internet, Handy und Co. Der von zahlreichen Experten und Institutionen konzipierte Medienführerschein Bayern startet laut Medienminister Siegfried Schneider ab sofort an 30 ausgewählten Grundschulklassen der 3. und 4. Jahrgangsstufe.
Nach Evaluation dieser Pilotphase soll das Angebot ab dem Schuljahr 2010/2011 flächendeckend in ganz Bayern auf die 3. und 4. Klassen und auf die weiterführenden Schulen ausgedehnt werden. "Die Unterrichtsmodule durchlaufen also eine Art Testlauf. Aufgrund der Erfahrungen in der Praxis werden sie überprüft und gegebenenfalls überarbeitet. Erst dann werden sie allen Schulen angeboten", erklärte Schneider bei der Vorstellung des Projekts. Die Einführung des Medienführerscheins Bayern an den Schulen erfolge auf freiwilliger Basis. Lehrkräfte sollen gemeinsam mit ihren Klassen flexibel entscheiden können, wann sie welche Inhalte der Medienerziehung in den Unterricht integrieren.
Er dürfe allerdings auch kein punktueller Test sein, betonte Kultusstaatssekretär Dr. Marcel Huber. Denn die Medienwelt ändere sich rasant und stelle junge Menschen in den verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung vor immer neue Herausforderungen. Deswegen müsse er sich über die gesamte Schulzeit erstrecken und flexibel neue Entwicklungen abbilden. Im Unterricht soll die Schülerkompetenz aktiv einbezogen werden, da junge Menschen Erwachsenen bei den technischen Fertigkeiten der Mediennutzung oft voraus sind. Außerdem sollen die Eltern der teilnehmenden über Informationsmaterial und Elternabende gezielt mit eingebunden werden.
Im nächsten Jahr soll eine Gesamtkonzeption "Medienführerschein Bayern" für die Erwachsenenbildung weiterentwickelt werden. Außerdem wird geprüft, ob der Medienführerschein Bayern auch in Tageseinrichtungen für Kinder im Vorschulalter eingeführt werden kann.
Super Sache! Hat das KM schon entschieden WANN wir mit unseren Schülern diesen "Führerschein" machen sollen? Vielleicht in den prüfungsfreien Wochen der 4. Jahrgangsstufe? Oder wird vielleicht nochmal des Fach Deutsch beschnitten (so wie zuletzt durch die Einführung von Englisch an der Grundschule)? Und müssen bayerische Grundschulen zukünftig auch über einen Computerraum verfügen? Die Idee ist gut ... wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Wenn nicht ist diese Pressemeldung ein geschicktes Ablenkungsmanöver in bildungspolitisch turbulenter Zeit!
Lieber Stefan Rank, bisschen viel Ironie für meinen Begriff. Wieso?
Medienarbeit lässt sich in alle Fächer und alle Jahrgangsstufen einbauen, der Führerschein ist dann für die Schüler die "Krönung".
Jeder Lehrer/jede Lehrerin sollte sich mittlerweile davon freimachen, dass die Vermittlung von medialen Kompetenzen "zusätzlich" passiert ... PC & Internet, Digicamera usw. sollten genauso Bestandteil unseres Unterrichts sein, wie Schulbuch und Tafel
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