"Ja, Amokläufe sind zu verhindern"
Interview mit dem Jugendforscher Professor Dr. Klaus Hurrelmann
Mehr zu: Buchmessen, Gewalt in der Schule, Gleichstellung, Interviews, Jugendhilfe und Sozialarbeit, Videos, Schule(redaktion) Jugendliche Amokläufer an Schulen sind psychisch krank. Das ist die zentrale Aussage des Buches "Amok im Kopf" des amerikanischen Psychiaters Peter Langmann. Über 20 Jahre hinweg hat er Amokläufe an Schulen genau untersucht. Seine Erkenntnisse seien auch auf die Taten in Deutschland übertragbar, sagt Professor Klaus Hurrelmann, der das Vorwort zu diesem Buch geschrieben hat. Viele Schulamokläufe könnten verhindert werden, erklärte der Jugendforscher auf der Frankfurter Buchmesse im Gespräch mit bildungsklick.de.
Eine ganz wichtige Rolle komme dabei den Mitschülern zu. Sie seien sehr wichtige Zeugen um herauszufinden, wer potenziell zu einem Amokläufer an der Schule werden könnte. Es gehe nicht ums Petzen, ums Verdächtigen oder gar Mobben. Aber ein Schüler, der bemerke, dass ein Mitschüler große Probleme habe, müsse sich an eine anonyme Anlaufstelle – etwa an den Vertrauenslehrer - wenden können.
Amokläufe, so Hurrelmann, hätten so viele verschiedene Ursachen, dass die Frage nach dem "Warum" wahrscheinlich nie zu beantworten sei. Aber Amokläufe hätten eine lange Vorgeschichte. Alle bisher bekannten Taten seien Wochen, Monate oder sogar ein ganzes Jahr lang systematisch geplant worden. "Da ist die zentrale Erkenntnis, hier kann Vorbeugung ansetzen", betont der Jugendforscher. In den Monaten der Vorbereitung hinterließen die Täter Spuren, und man müsse lernen, diese Spuren zu identifizieren. "Deswegen kann man am Ende sagen: Ja, Amokläufe sind zu verhindern. Sie scheinen unberechenbar. sind es aber nicht. Es sind zielgesteuerte Handlungen." Dies, so Hurrelmann, sei zwar keine schöne Botschaft, "aber eine Botschaft, die sagt es ist verhinderbar. Man kann eingreifen und diese Botschaft müssen wir mitnehmen."
Schule
Einstellungsangebote für Referendare
Potsdam, 18.03.2010. Brandenburgs Bildungsminister Holger Rupprecht hat heute im Gespräch mit Referendaren am Potsdamer Landesinstitut für Lehrerbildung für die Einstellungsoffensive des Landes geworben. "Wir benötigen im kommenden Schuljahr 450 Lehrerinnen und Lehrer." Rund drei Viertel der rund 200 in den ...Sonderthemen
Deutscher Bildungsmedienpreis zum 15. Mal auf der didacta in Köln vergeben
17.03.2010. (red/PM) - Aus dem Lernalltag – in der Schule, in der beruflichen Bildung, in der Hochschule oder zu Hause – sind digitale Medien und Werkzeuge nicht mehr wegzudenken. Die besten von ihnen sind am Mittwoch in Köln mit dem Deutschen Bildungsmedienpreis "digita 2010" ausgezeichnet worden. Aus ...Berufliche Bildung
Warum werden Ausbildungsverträge gelöst?
11.03.2010. (red/pm) Selbst in Zeiten, in denen die Ausbildungsplätze knapp sind und ein großer Teil der Schulabgänger erst nach Umwegen eine Lehre beginnt, bricht im Bundesdurchschnitt fast jeder fünfte seine Ausbildung ab. Das beunruhigt seit Jahren all diejenigen, die für die Steuerung der dualen ...- „Hoffen wir mal, dass die Schulbuchverlage den Knall "iPad" gehört gehört haben.“
- Dirk Küpper zu Börsenverein: Multimedialer Aufbruch in der Buchbranche
- „Die Lehrerverbände gehören nicht in dasselbe Boot, in dem die Kirche Rede und Antwort zu geben hat!“
- arnulf hopf zu Schavan fordert Maßnahmen gegen Missbrauch
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







didacta - die Bildungsmesse


Newsletter
Feedback