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Gemeinschaftsschule in Sachsen droht Aus

Schulversuch endet 2014

09.11.2009

(dpa) – Den neun Gemeinschaftsschulen in Sachsen droht das Aus. Im Schuljahr 2010/11 könnten an den Schulen zum letzten Mal neue Klassen gebildet werden, betätigte Kultusminister Roland Wöller (CDU) am 5. November in Dresden einen Bericht der "Sächsischen Zeitung". "Im Jahr 2014 läuft der Schulversuch aus."

Die Fraktionen von SPD, Linke und Grüne kritisierten die Entscheidung. Der Wille von Eltern, Lehrern, Schülern und Schulträgern werde mit Füßen getreten, sagte die SPD-Bildungspolitikerin und frühere Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange. Gemeinschaftsschulen waren während der CDU/SPD-Koalition ab 2006/07 gegründet worden.

Stange kritisierte, jede wissenschaftliche Auswertung gerate zur Farce, wenn das Schul-Modell inzwischen gar nicht mehr existiere und keine Chance hatte, sich zu etablieren. Die Grünen warfen Wöller vor, er breche seine eigenen Vorgaben, wenn er das Ende der Schulen verkünde, ohne diese vorher wissenschaftlich untersucht zu haben. Der Minister habe von dem, was an den Schulen passiere, keine Ahnung, sagte die Grünen- Politikerin Annekathrin Giegengack. Auch die Linke kündigte an, sich gegen die Abschaffung der Gemeinschaftsschulen zu wehren. Längeres gemeinsames Lernen habe Zukunft.

An Gemeinschaftsschulen lernen Haupt- und Realschüler sowie Gymnasiasten gemeinsam in einer Klasse. Der Koalitionsvertrag von CDU und FDP sieht vor, dass die Schulversuche dazu beendet werden.

(dpa-Dossier Kulturpolitik 46/09.11.2009)


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