Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken_bw
  • Email_go_bw

Weniger Schulabbrecher – mehr Jungen betroffen

In Ostdeutschland sowohl die niedrigsten wie die höchsten Quoten

Mehr zu: Bildungsgipfel, Hauptschule, Schulabbrecher, Schulverweigerer, Statistik, Schule
18.11.2009 -

(dpa) – Die Zahl der Schulabgänger ohne Hauptschulabschluss geht bundesweit langsam aber stetig zurück. Im Jahr 2008 lag die Schulabbrecherquote bei 7 Prozent – 2001 betrug sie noch 9,7 Prozent. Das zeigt eine Auswertung von Daten der Statistischen Landesämter durch dpa-RegioData. Betroffen waren im Entlassjahr 2008 insgesamt 64 400 Schüler. Das sind ungefähr so viele Menschen, wie in Fulda oder Weimar leben.

Experten sehen den Rückgang vor allem im Zusammenhang mit den rückläufigen Schülerzahlen insgesamt, die den Lehrern mehr Zeit zur Einzelhilfe lassen. Auch hätten viele Länder pädagogische Verbesserungen eingeleitet und böten spezielle Förderkurse an.

Besonders hoch ist die Schulabbrecherquote nach wie vor in vielen Regionen Ostdeutschlands. Im Kreisvergleich liegt der Landkreis Ostvorpommern in Mecklenburg-Vorpommern mit 13,9 Prozent vorn, gefolgt vom brandenburgischen Landkreis Prignitz mit 13,8 Prozent. Von den zwanzig Kreisen mit den höchsten Abbrecherquoten liegen nur vier in westdeutschen Bundesländern.

Allerdings gibt es auch Ausnahmen. So weisen der Kreis Eichsfeld mit 2,5 Prozent und die Stadt Jena mit 3,1 Prozent (beide Thüringen) die bundesweit niedrigsten Abbrecherquoten auf. Es folgt eine große Gruppe westdeutscher Kreise, die vor allem in Bayern und Baden-Württemberg liegen.

Das Ost-West-Gefälle findet sich auch im Bundesländervergleich wieder. Während Baden-Württemberg mit 5,5 Prozent und Bayern mit 6,3 Prozent die niedrigsten Abbrecherquoten haben, führt Sachsen-Anhalt mit 10,8 Prozent vor Mecklenburg-Vorpommern mit 9,9 Prozent diesen Vergleich an. Besonders betroffen sind Jungen. Bundesweit brachen 8,6 Prozent der männlichen Abgänger die Schule ab. Bei den jungen Frauen waren es 5,5 Prozent.

Ohne Schulabschluss droht vielen Jugendlichen ein Leben als Hilfsarbeiter oder Empfänger von Hartz IV. Von den zurzeit rund drei Millionen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Arbeitslosen haben 472 400 keinen Schulabschluss, viele von ihnen sind Langzeitarbeitslose. Die Kultusminister der Länder haben sich bereits mehrfach verpflichtet, die Quote zu halbieren – zuletzt beim Bildungsgipfel im Herbst 2008 in Dresden.

(dpa-Dossier Kulturpolitik 47/16.11.2009)


© 2009 dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH.
Der Inhalt dieses Beitrags ist urheber- und leistungsschutzrechtlich geschützt. Jegliche Nutzung von Inhalten, außer zum persönlichen Gebrauch, ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der dpa unzulässig. Dies gilt insbesondere für ganze oder teilweise Veröffentlichung, Vervielfältigung, Weitergabe, Bearbeitung oder Einspeisung in elektronische Systeme (z.B. Unternehmensnetze oder Datenbanken). Derartige Verwendungen sind ohne gesonderte vertragliche Vereinbarung unzulässig und verstoßen gegen geltendes Recht.
Alle Rechte bleiben vorbehalten.

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

3d46ca68004754e395f2bf645a0e849bf9b6df17
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung