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Privatschulen fordern mehr staatliche Hilfe

Elternbeiträge zu hoch

19.11.2009

(dpa) – Freie Schulträger haben mehr staatliche Finanzhilfen für private Schulen gefordert. Es müsse mehr Wettbewerb unter den Schulen geben, sagte der Präsident des Verbandes Deutscher Privatschulverbände (VDP), Michael Büchler, am 12. November in Düsseldorf beim VDP-Bundeskongress. Private Schulen hätten kleinere Klassen von 20 bis 24 Schülern, der Unterricht falle nicht so oft aus, und es gebe eine bessere individuelle Betreuung.

Die Elternbeiträge an Privatschulen, die monatlich zwischen 100 und rund 1000 Euro lägen, seien zu hoch, sagte Büchler. Dadurch werde die allgemeine Zugänglichkeit erschwert. Der Staat müsse für einen fairen Wettbewerb die Personalkosten der privaten Schulen zu 100 Prozent erstatten. In Deutschland gibt es nach VDP-Angaben rund 5000 Privatschulen. Davon sind rund 3000 allgemeinbildende und knapp 2000 berufsbildende Schulen. Knapp 960 000 Schüler besuchten im Schuljahr 2007/08 eine Privatschule – das sind etwa 8 Prozent. Die Nachfrage nach Privatschulen nimmt nach Worten Büchlers stetig zu. Deutschland liege aber immer noch weit hinter den meisten europäischen Nachbarländern zurück.

Im VDP sind rund 870 Schulen in freier Trägerschaft mit rund 180 000 Schülern organisiert. Dazu gehören internationale und musikalische Schulen, Sport- und Sonderförderschulen, aber wenige konfessionelle Schulen.

(dpa-Dossier Kulturpolitik 47/16.11.2009)


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