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"Digitale soziale Netzwerke haben eine zentrale Rolle bei Bildungsprozessen"

Tag drei des WISE-Gipfels in Katar

Mehr zu: E-Learning, Internationaler Austausch, Lernhilfen, Social Media, Sonderthemen
18.11.2009 -

(redaktion/PM) Hervorragende, revolutionäre Technologien, wie offen zugängliche Peer-to-Peer- und Social-Media-Plattformen müssen eine einflussreiche Rolle bei der konventionellen Bildung einnehmen, sowohl beim Lehren als auch beim Lernen, das war eine Essenz des heutigen Tages auf der WISE - die Innovation World Summit for Education in Katar.

Vor dem Plenum des Gipfels sprach der Co-Gründer von Twitter, Biz Stone, davon, wie ein sehr einfacher Dienst mit rudimentärer Kommunikation, wie Twitter, zu einem Echtzeit-Bildungswerkzeug werden konnte, in dem Benutzer sich gegenseitig helfen und informieren können - etwa über Erdbeben, Treibstoffmangel oder Vorkommnisse bei geo-politischen Unruhen.

"Es ist egal, wie viele Server wir dem Netzwerk verpassen müssen, letztendlich hoffen wir, dass Twitter ein Triumph der Humanität wird und nicht ein Triumph der Technik", fügte Stone hinzu.

Professor Sugata Mitra, Professor für Pädagogik an der Universität Newcastle und Inspirator hinter dem berühmten Film "Slumdog Millionaire", erklärte, dass "Lehrer nun nicht mehr länger als die Quelle allen Wissens erforderlich sind", und fügte hinzu, dass Kinder heute selbst lernen könnten, wie sie sich etwas beibringen. Auch könnten sie lernen, selbst komplexe Sachverhalte zu lösen, sofern sie mit den entsprechenden technischen Tools ausgestattet seien und man sie entsprechend bestärke.

Dr. Tidu Maini, Vorstandsvorsitzender des Qatar Science & Technology Parks (QSTP) sagte, dass die schnelle Entwicklung der Innovation der Gesellschaft und die weite Verbreitung von IKT an sich nicht ausreichend sind für nachhaltige Bildungsmodelle. Er fügte hinzu, dass forschungsbegleitete Bildung ein besonderer Impuls sei, der ein wichtigen Unterschied ausmachen könne, ob die Vorteile der Vernetzung wirklich mobilisiert werden können.

Dr. Maini fügte hinzu: "Es ist eine Plattform erforderlich für strukturierte Bildungsprozesse, die Hand-in Hand arbeiten mit einer technologie-basierten Infrastruktur, und so Bürokratie und Grenzen durchbrechen können."

Tag drei des WISE-Gipfels endet mit einer Reihe von Diskussionsrunden. In der Abschlusssitzung werden die Teilnehmer aus 120 Staaten eine Erklärung über Bildungsprioritäten verabschieden.

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