Studie: Qualität frühkindlicher Bildung in Deutschland muss verbessert werden
Große Unterschiede zwischen Ost und West in der Personalausstattung von Kindertageseinrichtungen
Mehr zu: Bildungsausgaben, Deutschland, Erzieherinnenausbildung, Forschung, Frühe Förderung, Frühkindliche Bildung, KITA, Statistik, Kindergarten / Vorschule(redaktion/pm) Die Qualität frühkindlicher Bildung für Kinder ab drei Jahren lässt in Deutschland immer noch zu wünschen übrig. Die wesentliche Ursache dafür liegt vor allem an der unzureichenden Personalausstattung in den Kindertageseinrichtungen. Dabei gibt es erhebliche Unterschiede. In Ostdeutschland ist die Betreuungsrelation deutlich ungünstiger als im Westen. Das zeigt ein aktueller Bundesländervergleich der Bertelsmann Stiftung.
Nach einer Sonderauswertung des heute veröffentlichten Länderreports Frühkindliche Bildungssysteme wird in Ostdeutschland die Mehrheit der Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt (62,5 Prozent dieser Altersgruppe) in einer Kindergartengruppe mit einem Personalschlüssel von durchschnittlich 1 zu 12,4 betreut. Demgegenüber haben fast 59 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe in Westdeutschland einen deutlich besseren Personalschlüssel in Kindergartengruppen von durchschnittlich 1 zu 9,2.
Insgesamt erreicht kein Bundesland den von der Bertelsmann Stiftung empfohlenen Personalschlüssel von 1 zu 7,5, der auf internationalen Erfahrungen basiert. "Der Personalschlüssel ist das wichtigste Kriterium für die Bildungsqualität in Kindertageseinrichtungen", sagte Vorstandsmitglied Dr. Jörg Dräger bei der Vorstellung der Studie. "Nur wenn genügend Erzieherinnen in den Kitas sind, können Kinder tatsächlich individuell gefördert werden."
Die Situation in den einzelnen Bundesländern zeigt, dass die Bildungschancen für Kinder ab drei Jahren, wenn sie eine Kindergartengruppe besuchen, bundesweit je nach Wohnort unterschiedlich sind. Die vergleichsweise besten Personalschlüssel in Kindergartengruppen bestehen in Bremen (1 zu 8), in Rheinland-Pfalz (1 zu 8,2) und in Baden-Württemberg (1 zu 8,9). Mit einem Personalschlüssel von über 1 zu 9 in Kindergartengruppen liegen folgende Bundesländer im Mittelfeld: Nordrhein-Westfalen (1 zu 9,1), Niedersachsen (1 zu 9,2), Saarland (1 zu 9,3), Hamburg (1 zu 9,4), Schleswig-Holstein (1 zu 9,5), Bayern (1 zu 9,6) sowie Hessen (1 zu 9,8). Alle östlichen Bundesländer haben in Kindergartengruppen deutlich schlechtere Personalschlüssel. In Sachsen-Anhalt liegt er bei 1 zu 11,6, in Brandenburg bei 1 zu 12,1, in Thüringen bei 1 zu 12,6, in Sachsen bei 12,6 gefolgt von Schlusslicht Mecklenburg-Vorpommern mit 1 zu 13,4.
"Die fehlenden Personalressourcen in den Kitas müssen dringend ausgebaut werden, wenn Kinder gebildet und nicht nur beaufsichtigt werden sollen", forderte Dräger. Vor dem Hintergrund des bereits regional bestehenden und sich ausweitenden Erzieherinnenmangels müssten die Ausbildungskapazitäten erhöht sowie die Arbeitsbedingungen verbessert werden. Nur dann bleibe der Beruf für junge Menschen attraktiv.
Grundlage der Auswertungen sind Daten der statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik des Jahres 2008. Die Berechnungen hat die Dortmunder Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendhilfestatistik im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt.
Schule
"Inklusion gelingt dann, wenn man sie will"
23.05.2012. (red) Eine Schule für alle - was in Deutschland gegenwärtig heftig diskutiert wird, ist in Italien längst Realität. Seit der Abschaffung der Sonderschulen vor 35 Jahren besuchen dort alle Kinder gemeinsam die Schule bis zum Ende der achten Klasse. Über die Erfahrungen, die Erfolge, aber auch ...Sonderthemen
Inklusionsfilm heute im Ersten
23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...Hochschule
Weniger Gasthörer an deutschen Hochschulen im Wintersemester 2011/2012
Wiesbaden, 22.05.2012. 34 600 Gasthörerinnen und Gasthörer besuchten im Wintersemester 2011/2012 Lehrveranstaltungen an deutschen Hochschulen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ging die Anzahl der Gasthörer im Vergleich zum vorhergehenden Wintersemester um 10,4 % zurück. Ursachen für den ...- „Von 1965 bis 1975 gab es den Deutschen Bildungsrat. Dieser wurde von den Politikern aufgelöst, als er zu fortschrittlich wurde ....“
- MRotermund zu Nationaler Bildungsrat gefordert
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Interviews -



Newsletter
Feedback