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Frühes Englisch

Englisch: Wie klappt der Übergang in die Sekundarstufe?

Große Lernerfolge in der Grundschule

Mehr zu: didacta - die Bildungsmesse, Fremdsprachen, Grundschule, Übertritt, UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung", Unterrichtsgestaltung, Schule
03.03.2010 -

Bis in die neunziger Jahre gab es in deutschen Grundschulen keinen Fremdsprachenunterricht. Mittlerweile aber ist er dort flächendeckend angekommen. Nicht nur für die Grundschullehrer, auch für ihre Kollegen in den weiterführenden Schulen, bedeutet diese Veränderung eine große Herausforderung.

Bild: bikl.de

Bis in die neunziger Jahre gab es in deutschen Grundschulen keinen Fremdsprachenunterricht. Mittlerweile aber ist er dort flächendeckend angekommen. Nicht nur für die Grundschullehrer, auch für ihre Kollegen in den weiterführenden Schulen, bedeutet diese Veränderung eine große Herausforderung.

Denn jetzt haben es die Lehrer der fünften Klassen mit Schülern zu tun, die längst ihre ersten Schritte in der Fremdsprache gemacht haben und am Ende der vierten Klasse bereits erkennbare Kompetenzen in der Fremdsprache vorweisen können. Das liegt auch an der Entwicklung des Unterrichts in der Grundschule. In den letzten Jahren hat man sich dort nämlich nach und nach vom zunächst propagierten rein spielerischen Ansatz des frühen Englischlernens verabschiedet. Das Stichwort in den meisten Bundesländern heißt jetzt "ergebnisorientierter Englischunterricht" und der findet auf der Grundlage von Lehrplänen statt. Wie bei anderen Fächern auch müssen die Kinder nach der vierten Klasse also von den weiterführenden Schulen dort abgeholt werden, wo sie bereits stehen. Dafür sorgen neben den Lehrplänen auch aufeinander abgestimmte Lehrbücher und Lehrerhandreichungen.

In Nordrhein-Westfalen wird seit dem Frühjahr 2008/2009 Englisch ab Klasse 1 unterrichtet, mit großen Lernerfolgen, wie Wissenschaftler bereits belegen konnten. So berichtete Professor Jörg-U. Keßler von der PH Ludwigsburg im vergangenen Jahr im Amtsblatt des Schulministeriums "Schule NRW", dass Grundschulkinder frei sprechen lernen und ein ausgezeichnetes Hörverstehen haben. Sie erreichten problemlos Stufe A1 des europäischen Referenzrahmens, so Keßler. Dies, so der Wissenschaftler, kann in den weiterführenden Schulen weiterentwickelt werden.

Ob und wie diese Weiterführung bereits gelingt, welche Probleme, aber auch welche Konzepte und Hilfestellungen es gibt, soll auf einem Symposion auf der didacta erörtert werden. Am 16. und 17. März geht es dort um "Individuelle Förderung im Englischunterricht – Gestaltung des Übergangs von der Primarstufe zur Sekundarstufe I".

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