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Aktionsrat Bildung: Mehr Eigenverantwortung für Bildungsinstitutionen

Rodenstock: "Wir müssen unser Bildungssystem in die Freiheit entlassen"

17.03.2010

(red/pm) Der Aktionsrat Bildung hat heute die Ergebnisse seines vierten Jahresgutachtens "Bildungsautonomie: Zwischen Regulierung und Eigenverantwortung" vorgestellt. "Die Forderung nach mehr Eigenständigkeit von Bildungsinstitutionen ist schon seit Jahren in der Diskussion. Eine zufriedenstellende Umsetzung in allen Bildungsbereichen blieb bisher jedoch aus", erklärte Prof. Dr. Dieter Lenzen, Vorsitzender des Aktionsrats.Ziel muss es sein, die staatliche Regulierung an die Bedürfnisse der einzelnen Bildungsphasen anzupassen. Insgesamt ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Regulierung und Eigenverantwortung anzustreben."

"Bildung ist der Schlüssel für individuellen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolg. Wir müssen die Bildungsakteure in die Lage versetzen, schnell und direkt auf die Herausforderungen vor Ort zu reagieren", betonte Randolf Rodenstock, Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. und Initiator des Aktionsrats Bildung. "Den Lehrern als Hauptverantwortlichen im Lerngeschehen müssen mehr Freiräume in der Organisation eines schülergerechten Unterrichts eingeräumt werden. Die Kultusministerien der Länder rufen wir dazu auf, die Handlungsempfehlungen des Aktionsrats Bildung aufzugreifen und unser Bildungssystem in die Freiheit zu entlassen", so Rodenstock weiter.

Während der Expertenrat in der Vorschule Regulierungsbedarf im Hinblick auf Standardisierung und Qualifizierung sieht und die Einführung eines nationalen Gütesiegels fordert, sollte der Handlungsspielraum an allgemeinbildenden Schulen erweitert werden. Durch mehr Autonomie könnten die Schulen ein individuelles Profil entwickeln. Dies würde zu besserer Vergleichbarkeit führen und begünstige einen positiven Wettbewerb. Im Hochschulbereich plädiert der Aktionsrat Bildung für eine völlige Übertragung der Dienstherreneigenschaft an die Einrichtungen und die Aufhebung starrer Stellenpläne.

Der von der vbw initiierte Aktionsrat Bildung konstituierte sich im Jahr 2005. Mitglieder sind Prof. Dr. Dieter Lenzen (Vorsitz), Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld, Prof. Dr. Wilfried Bos, Prof. Dr. Hans-Dieter Daniel, Prof. Dr. Bettina Hannover, Prof. Dr. Manfred Prenzel und Prof. Dr. Ludger Wößmann.


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