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Sachsen-Anhalt

Uni-Professorin Birgitta Wolff wird Kultusministerin

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01.05.2010 -

(dpa) – Die Magdeburger Universitätsprofessorin Birgitta Wolff wird überraschend neue Kultusministerin in Sachsen-Anhalt. Die 44-jährige Wirtschaftswissenschaftlerin, die in der Politik ein unbeschriebenes Blatt ist, tritt zum 1. Juni die Nachfolge von Jan-Hendrik Olbertz (parteilos)an.

Der 55-Jährige wechselt als Präsident an die Humboldt-Universität Berlin und gibt sein Ministeramt spätestens Ende Mai ab. Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) sagte am 30. April, Wolff sei eine sehr gute Besetzung. Sie verfüge über "Managementerfahrung bei der Steuerung großer Personalkörper". Wolff sagte der Nachrichtenagentur dpa, nach einer Bedenkzeit habe sie das Angebot "gerne und pflichtgemäß" angenommen. Die Personalie sickerte am Vormittag am Rande der Landtagssitzung durch, am Nachmittag informierte Böhmer die CDU-Landtagsfraktion. Seit der Wechsel von Olbertz nach Berlin feststand, hatten sich mehrere CDUPolitiker Hoffnung auf den Posten gemacht, nicht zuletzt aus der Fraktion. "Ich habe in der Fraktion niemanden gesucht, weil ich der Meinung bin, dass jemand mit so ausgewiesenen Fähigkeiten wie Professor Wolff dort nicht zu finden ist", sagte Böhmer, der schon häufiger mit einsamen Entscheidungen die Fraktion verprellt hat.

Entsprechend zurückhaltend kommentierten CDU-Abgeordnete die Personalie. "Ich nehme zur Kenntnis, dass der Ministerpräsident seinen verfassungsmäßigen Auftrag erfüllt hat", sagte die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Eva Feußner. Ihr waren ebenso Ambitionen auf das Amt nachgesagt worden wie Kultus- Staatssekretär Winfried Willems (CDU). Mit Wolff, die erst seit kurzem CDU-Mitglied ist, kommt nach Olbertz erneut ein Seiteneinsteiger aus der Wissenschaft in das Amt – mit der Perspektive, die Position auch nach der Landtagswahl in elf Monaten einnehmen zu können. Die aus dem Münsterland stammende Wolff hat seit 2000 an der Otto-von-Guericke-Universität den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre und Internationales Management inne. Seit 2008 ist sie Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft.

Ehe Wolff nach Magdeburg kam, führte sie ihre Hochschulkarriere an verschiedene wissenschaftliche Einrichtungen im In- und Ausland. Zu den Schwerpunkten ihrer künftigen Arbeit als Kultusministerin äußerte sie sich am 30. April noch nicht. In den nächsten Tagen will Böhmer sie auf einer Pressekonferenz in Magdeburg vorstellen. Olbertz war am 20. April in Berlin zum neuen Uni-Präsidenten gewählt worden und tritt den Posten am 18. Oktober an.

International aktiv – Magdeburg treu

Mit Birgitta Wolff wird erneut ein Seiteneinsteiger mit Hochschulkarriere Kultusminister in Sachsen-Anhalt. Wie Olbertz wechselt sie ohne große politische Vorkenntnisse in das Ministerium, erst seit kurzem ist sie CDUMitglied. Die 44-Jährige ist seit 2000 Professorin für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Management an der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg. Wolff wurde am 14. Juli 1965 in Münster/Westfalen geboren. Sie absolvierte eine Lehre zur Bankkauffrau und studierte anschließend in Witten/Herdecke, München und Harvard Wirtschaftswissenschaft. Im Jahr 2000 übernahm sie den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre in Magdeburg. Trotz Rufen aus Münster, Wien, Bremen und Aachen ist sie Magdeburg treugeblieben. Seit 2008 steht sie der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft als Dekanin vor. Allerdings ist Wolff immer wieder international tätig gewesen. Sie hatte beispielsweise Gastprofessuren in den USA und China. Sie unterrichtete auch schon in Kuba, Russland und der Ukraine. Derzeit ist sie für ein Forschungssemester an der Technischen Universität in Darmstadt. Dort arbeitet sie mit Kollegen an einem Handbuch für das Personalmanagement.

Es geht darum, wie Mitarbeiter am besten motiviert, entlohnt und geführt werden, vor allem in internationalen Unternehmen. Zu ihren Hobbys gehört der Umgang mit Pferden und das Reiten. Sie hat zwei eigene Pferde, die meist in der Nähe von Magdeburg stehen. Wolff ist nicht verheiratet und hat keine Kinder.

(dpa-Dossier Bildung Forschung 18/03.05.2010)

2 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)
von dr.waltraud hübel, am 31.12.2010, 12:49

sehr geehrte frau ministerin

eine alte dame möchte ihnen den hinweis auf eine frisuränderung

geben.sicher wäre eine kurzhaarfrisur mit pony günstiger.

herzliche grüße von einer ehemaligen landärztin

von Asrak, am 12.04.2013, 22:52

Super, dieser Pony-Kommentar...

Merkt Frau Wolff eigentlich, wie sie die Hochschullandschaft (inkl. der privaten) im Land LSA bundesweit und im internationalen Maßstab isoliert, Innovationen verhindert und do in die Sackgasse führt?

Mehr Wettbewerb tut not!


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