(dpa) – Das Schulobstprogramm der Europäischen Union wird für Deutschland im kommenden Schuljahr halbiert. Bekam die Bundesrepublik in der vergangenen Periode 20 Millionen Euro, erhält sie 2010/2011 nur noch 10 Millionen Euro. Das teilte die Europäische Kommission am 29. April in Brüssel mit.
Grund ist, dass nur noch sieben Bundesländer an dem Programm teilnehmen. Die übrigen bringen nicht die nötigen Gelder für die Ko-Finanzierung auf oder verweisen auf die hohen Verwaltungslasten.
2009/2010 hatten die Bundesländer insgesamt 18 Millionen Euro zuschießen müssen, um die EU-Gelder für kostenloses Obst und Gemüse an den Schulen abrufen zu können. Schon damals wollte sich eine Reihe von Bundesländern wie Hessen, Sachsen und Niedersachsen nicht beteiligen. Ziel des EU-Schulobstprogramms ist es, Schulkinder in den Genuss kostenloser und frischer Früchte zu bringen. 22 Millionen Kinder in Europa sind übergewichtig, 5 Millionen davon fettleibig. Der Topf für das Programm beläuft sich auf insgesamt 90 Millionen Euro. Mit 21 Millionen Euro bekommt Italien mit Abstand am meisten, an zweiter Stelle folgt Deutschland. Außer Schweden und Finnland machen alle Mitgliedstaaten mit. In Deutschland ist die Umsetzung Ländersache.
(dpa-Dossier Bildung Forschung 18/03.05.2010)