Ahnen sieht Sonderweg bei G8/G9 bestätigt
Mehr zu: Abschlussprüfungen, Föderalismus, G8, Gymnasium, Rheinland-Pfalz, Schule(dpa) – Die rheinland-pfälzische SPD-Landesregierung sieht sich im neuen Abrücken vom Turbo-Abitur in einigen Bundesländern in ihrem Sonderweg bestätigt. "Das zeigt nur noch mehr, dass unser Weg ausgesprochen klug ist", sagte Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) der Nachrichtenagentur dpa in Mainz.
Alle Bundesländer bis auf Rheinland-Pfalz haben flächendeckend die Gymnasialzeit von neun (G 9) auf acht Jahre (G 8) verkürzt. Nach Protesten von Schülern, Eltern, Lehrern und Kommunen gibt es aber mittlerweile in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen Bestrebungen, zumindest einen Teil der Gymnasien zu G 9 zurückkehren zu lassen.
"Der Beschluss, in Rheinland-Pfalz nicht flächendeckend auf G 8 umzusteigen, war eine meiner schwierigsten Entscheidungen", sagte Ahnen. "Wenn 15 Bundesländer das anders machen, ist das schon ein starker Druck." Doch der Weg des Landes habe sich als der richtige erwiesen. Die dortigen Gymnasien kennen zwei Besonderheiten. So haben die G 9- Abiturienten ihr Abschlusszeugnis schon Ende März in der Tasche. 17 der insgesamt 146 Gymnasien sind bislang zu G8-Gymnasien geworden – und zwar alle als Ganztagsgymasien.
(dpa-Dossier Bildung Forschung 01/03.01.2011)
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Traumhaft! Herzlichen Glückwunsch zur Beibehaltung des G9!
Das bayerische G8 ist eine Zumutung für Schüler, Lehrer und Eltern. Meine Tochter, 9.Kl., tut mir so leid, daß ich einen Umzug in Erwägung ziehe.
Viele der Schüler haben Schlaf- und Eßstörungen. Abiturienten kommen nach 17.00h nach Hause und überlegen sich, ob sie etwas essen oder gleich weiterlernen sollen.
Das bayerische G8 ist eine Riesenwatschn von "unserer" Kultusex gewesen. Frau Hohlmeier hat ja ihre 3 Kinder in der Waldorfschule - sollen sich doch andere durch`s G8 quälen.
Wir ziehen in Kürze von Bayern nach Schleswig-Holstein um, weil wir unseren Kindern das G8 nicht zumuten wollen. Wir leben dann dort, wo andere Urlaub machen und werden Bayern wohl kaum vermissen... denn das Wohl unserer Kinder liegt uns sehr am Herzen.
Der Föderalismus in der Bildungspolitik hat in Rheinland-Pfalz zum ersten mal etwas Gutes bewirkt: dort ist man bei G9 geblieben - und es hat mit Sicherheit dort noch keinem geschadet. In anderen Bundesländern ist man jetzt eher um Schadensbegrenzung bemüht.
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