EU-Aktionsplan gegen Schulabbruch
Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungschancen, Europa, Schulabbrecher, Schule(red/pm) Rund sechs Millionen junge Leute brachen in der EU 2009 die Schule ab. Das sind mehr als 14 Prozent aller 18- bis 24-Jährigen in den 27 Mitgliedstaaten. Jetzt hat Europäische Kommission einen Aktionsplan verabschiedet, mit dem die Mitgliedstaaten bei der Senkung der Schulabbrecherquote unterstützt werden sollen. Angestrebt wird, die durchschnittliche Quote in der EU bis zum Ende des Jahrzehnts auf unter 10 Prozent zu senken.
Sieben Mitgliedstaaten haben dieses Ziel von 10 Prozent bereits erreicht: Finnland, Litauen, Österreich, Polen, die Slowakei, Slowenien und die Tschechische Republik. In drei Mitgliedstaaten liegt die Quote allerdings über 30 Prozent: in Malta, Portugal und Spanien.
"Bei einer Senkung der Schulabbrecherquote in Europa um nur einen Prozentpunkt würden wir jedes Jahr zusätzlich rund eine halbe Million qualifizierter junger Arbeitnehmer gewinnen", erklärte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou. "Die meisten EU-Länder haben bereits Fortschritte erzielt: die Anzahl junger Menschen, die die Schule mit nur geringen Qualifikationen verlassen, hat sich verringert. Es bleibt jedoch noch viel zu tun."
Die neue Initiative der Kommission untersucht die Situation rund um den Schulabbruch in ganz Europa, fragt nach Hauptursachen und Risiken für die zukünftige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung und schlägt Lösungsansätze vor. Während der Tagung des Rates vom 2. bis zum 4. Mai 2011 in Brüssel werden die Bildungsminister den Vorschlag der Kommission diskutieren. Die Mitgliedstaaten sollen dann bis Ende 2012 umfassende Strategien beschließen und umsetzen.
Der Schulabbruch beginnt in der Regel an den entscheidenden Übergangsstellen: zuallererst mit der Einschulung und dann beim Übergang in die weiterführenden Schulen. "Früh fördern statt spät sitzen bleiben (oder abbrechen)" ist ein erfolgreiches Projekt des KREISEL e.V., Institut für Weiterbildung und Familienentwicklung. Integrative Lernförderung & Lerntherapie im 1. Schuljahr verhindert das emotionale und kognitive "Aussteigen" - und spart vielen Kindern und Eltern (und Lehrern) problematische Schulkarrieren - und viel Geld!
Schule
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