Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr ist gestartet
Initiative schließt Lücke im Ausbildungssystem
Mehr zu: Berufsorientierung, Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ), Niedersachsen, Studienwahl, Sonderthemen(red/pm) 56 Abiturienten haben an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie an der Leibniz Universität Hannover als bundesweite Erste am 1.September ihr Freiwilliges Wissenschaftliches Jahr (FWJ) begonnen.
In den nächsten zwölf Monaten werden die Schulabsolventen unter anderem Gentherapien und Impfstoffe erforschen oder neue Erkenntnisse im Bereich der Quantenphysik und Laserforschung gewinnen. Das Praktikum soll ihnen die Berufsorientierung erleichtern, neue Perspektiven eröffnen und für ein naturwissenschaftliches Studium begeistern. "Im FWJ möchte ich herausfinden, ob mir die Laborarbeit Spaß macht. Ich möchte Psychologie studieren, aber auch Medizin oder Biologie interessieren mich", sagt Philipp Ehring, Teilnehmer aus Hameln. Er erforscht während des Praktikums Stammzellen in der REBIRTH-Nachwuchsforschergruppe "Differentiation" in der MHH-Abteilung für Experimentelle Hämatologie.
Initiiert wurde das FWJ vom Exzellenzcluster REBIRTH (Von Regenerativer Biologie zu Rekonstruktiver Therapie) und der Graduiertenschule Hannover Biomedical Research School (HBRS). "Wir sehen wissenschaftliche Arbeit an gemeinnützigen Hochschulen als wichtigen Beitrag zu einer modernen, wissensbasierten und kulturell offenen Gesellschaft. Das FWJ bietet die große Chance, akademisch-wissenschaftliche Tätigkeit gesellschaftlich stärker zu verankern und den wissenschaftlichen Nachwuchs schon früh zu gewinnen", sagt Professor Dr. Christopher Baum, Forschungsdekan der MHH und Mitinitiator des FWJ.
Von den insgesamt 56 Plätzen sind 36 an der MHH, neun an der Leibniz Universität Hannover, fünf am Laser Zentrum Hannover e.V., fünf am Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und dem TwinCore in Hannover sowie einer an der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover angesiedelt. Die Exzellenzcluster REBIRTH und QUEST (Centre for Quantum Engineering and Space-Time Research) unterstützen das Projekt auch finanziell. "Wir sehen das FWJ als eine wunderbare Möglichkeit, junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern und schon früh bei ihren Interessen tatkräftig zu unterstützen", erklärt Dr. Patrick Barthold, Geschäftsführer des Exzellenzclusters QUEST an der Leibniz Universität Hannover.
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