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Die Messe in 100 Sekunden

didacta: der dritte Messetag

Mehr zu: Deutsch, didacta - die Bildungsmesse, E-Learning, Föderalismus, Fremdsprachen, Frühkindliche Bildung, Kongress, Rabe, Schulstruktur
16.02.2012 -

(red) Welche Rolle spielen eigentlich die Kommunen bei der Bildung? Rund 250 Teilnehmer erfuhren heute auf dem Kongress "Bildung kommunal (mit)gestalten" an konkreten Beispielen, wie frühkindliche Förderung im ländlichen Raum gestaltet wird und wie Kindertagesstätten und Grundschulen kooperieren.

Doch wie lässt sich grundsätzlich gute Politik für Kinder machen? Ausschlaggebend ist zunächst das Wissen über ihre Ausgangsbedingungen, erklärt Anette Stein, Programmdirektorin in der Bertelsmann Stiftung.

"Wir haben in den letzten Jahren einen Atlas für das Internet aufbereitet. Dort können Kommunen ihre Daten einstellen. Dieser Atlas ist seit einer Woche online und alle Kommunen können ihn kostenlos nutzen. Bildungschancen in Kommunen sind ungleich verteilt. Wenn wir gleiche Bildungschancen haben wollen, müssen wir ungleich die Mittel verteilen."

Mehr Verantwortung und Entscheidungsfreiheit der Kommunen - darauf setzt auch die nordrhein-westfälische Schulministerin Sylvia Löhrmann. Das Land NRW liefere zwar den Rahmen, die Kommunen würden aber entscheiden, welche Schule es vor Ort gebe, war ihr Statement. Hitzige Diskussionen gab es nicht in der Podiumsdiskussion zum Thema Zweigliedrigkeit mit ihren Kollegen, dem niedersächsischen Kultusminister Bernd Althusmann und dem Hamburger Schulsenator Ties Rabe. Schließlich war man sich einig, dass unterdessen alle Bundesländer - bis auf Bayern - ein zweigliedriges Schulsystem anstreben. Wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

In fast allen europäischen Ländern ist die Zahl der Schüler, die Deutsch lernen, in den vergangenen fünf Jahren stark zurückgegangen. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Dr. Matthias Makowski erklärt, wie das Goethe Institut gegensteuern will.

Die Akzeptanz elektronischer medien ist in vielen Ländern wesentlich größer als in Deutschland. Wenn wir deutsche Sprache im Ausland bewusst fördern wollen, müssen wir diese Akzeptanz aufgreifen. Also müssen sich unsere Lernangebote viel stärker diesem Publikum zuwenden. Das ist etwas, was wir auch für Deutschland gelernt haben: Welche besondere Rolle beispielsweise digitale Medien in der Sprachvemittlung haben."

1 Kommentar (es gelten unsere Kommentarregeln)
von s.maier, am 17.02.2012, 11:38

Ich finde das ist sehr wichtig die frühkindliche Bildung zu unterstützen. Die Wissenschaft hat längst bewiesen, dass dieses Alter essentiell für zukünftigen beruflichen Erfolg der Kinder ist ( www.atkearney361grad.de...menbedingungen-ab/ ) Daher sind politische Maßnahmen in diesem Bereich ein wichtiger Schritt Richtung einer wissensbaiserter Gesellschaft.


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