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Mit Weiterbildung gegen Fachkräftemangel

27.03.2012

(red/pm) Gibt es auf dem Arbeitsmarkt nicht genug geeignetes Personal, hilft es, die eigenen Reihen verstärkt zu qualifizieren. Dieser Aussage stimmen knapp zwei Drittel der Unternehmen in Deutschland laut der aktuellen Weiterbildungsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zu.

Und gut 83 Prozent der befragten Firmen haben 2010 ihre Beschäftigten weitergebildet. Die Mitarbeiter haben diese Chance auch intensiv genutzt: Im Schnitt nahm jeder Beschäftigte gut 29 Stunden an Seminaren und Informationsveranstaltungen teil – im Jahr 2007, zum Zeitpunkt der vorherigen IW-Befragung, waren es erst knapp 22 Stunden.

Damit hat sich die Weiterbildung innerhalb von drei Jahren deutlich intensiviert. Das liegt größtenteils an den Mitarbeitern. Sie haben die durch Kurzarbeit und Überstundenabbau in der Krise frei gewordene Zeit vermehrt genutzt, um zusätzliche Qualifikationen zu erwerben. Im Jahr 2010 bildete sich jeder Beschäftigte durchschnittlich zehn Stunden in der Freizeit weiter – fast ein Drittel der insgesamt in Workshops und Veranstaltungen verbrachten Zeit. Im Vergleich zu 2007 hat sich damit der Freizeitaufwand mehr als verdoppelt. Aber auch der Stundenumfang für Weiterbildung während der Arbeitszeit ist gestiegen – um 14 Prozent.

Unternehmen und Mitarbeiter hätten aus der Krise eine Chance für die Weiterbildung gemacht, erklärte der Direktor des IW, Prof. Dr. Michael Hüther. Angesichts der demografischen Entwicklung werde dies auch weiterhin nötig sein: Künftig müsse die Wirtschaft mit zunehmenden Fachkräfteengpässen rechnen – und das erfordere noch mehr Engagement.


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