Reform des Lehramtsstudiums erfolgreich
Mehr zu: Lehrerbildung, Sachsen, Studienwahl, Hochschule(dpa) – Im Wintersemester 2012/13 haben sich in Sachsen mehr als doppelt so viele junge Leute für ein Lehramtsstudium eingeschrieben wie bisher. "Unsere Erwartungen wurden deutlich übertroffen", sagte Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) in Dresden.
Mit 2079 Einschreibungen sei das Ziel übererfüllt, angesichts drohenden Lehrermangels die Zahl der Studienanfänger pro Jahr von 1000 auf 1700 zu erhöhen. Schorlemer verwies dabei auf ein erfreuliches Interesse für das Grund- und Mittelschullehramt.
Die Ministerin wertete dies als Verdienst der Studienberater, aber auch als Ergebnis der Umstellung der Studiengänge von Bachelor und Master auf Staatsexamen. Dadurch werde die Ausbildung verkürzt und gezielter. "Ein Grundschullehrer braucht nicht das mathematische Wissen eines Gymnasiallehrers." Mehr Praktika sollen dazu beitragen, dass künftig 85 Prozent der Studenten ihr Studium auch abschließen. Die Studienerfolgsquote lag laut Schorlemer Ende 2011 bei 67 Prozent.
An den vier Hochschulen wurden 189 zusätzliche Stellen für Lehrkräfte geschaffen. Die Universität Leipzig wird Zentrum der Lehrerausbildung, ab 2013/14 bietet auch die TU Chemnitz den Studiengang Grundschullehramt an. Für den auch von den Gewerkschaften am selben Tag bei einer Demonstration an der Staatskanzlei geforderten Generationswechsel seien die Weichen gestellt, sagte Schorlemer. Den Absolventen sollen Angebote in Sachsen gemacht werden. Zudem werde an einem Quereinsteigerprogramm gearbeitet sowie an der Möglichkeit, auch ausländische Lehramtsstudenten zu qualifizieren.
(dpa-Dossier Bildung Forschung Nr. 50/2012 vom 10. Dezember 2012)
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