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Uwe Hück

Volle Drehzahl Bildung - "Ich gebe erst auf, wenn keiner mehr Analphabet ist"

Uwe Hück ist Bildungsbotschafter der didacta 2013

Mehr zu: Bildungsbotschafter, Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, didacta - die Bildungsmesse, Sport, Sonderthemen
18.01.2013 -

(red) Uwe Hück, Gesamtbetriebsratsvorsitzender und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Porsche AG, ist Bildungsbotschafter der didacta 2013. Mit dieser Auszeichnung wird sein großes Engagement für benachteiligte Jugendliche gewürdigt.

Im Pforzheimer FSV Buckenberg trainiert der ehemalige 2-fache Europameister regelmäßig gefährdete Jugendliche im Thaiboxen und zeigt ihnen, was sie aus sich machen können. "Ich bin stolz auf sie", sagt Hück, der selbst als Heimkind aufgewachsen ist und dessen Bildungskarriere als Sonder- und Hauptschüler begann.

Als Robin Hood von Zuffenhausen beschrieb ihn einst die Süddeutsche Zeitung. Denn Hück engagiert sich für andere Menschen - im Beruf für seine Kollegen und im Ehrenamt für Jugendliche aus Problemvierteln. Seine eigene Geschichte kann denen, die in schwierigen Verhältnissen groß werden, als Vorbild dienen. "Meine Bildungsbotschaft ist: Keinen dürfen wir aufgeben!" erklärt Uwe Hück. In Deutschland gibt es über sieben Millionen funktionale Analphabeten. "In diesem Land läuft etwas schief! Wir müssen mehr Geld in die Bildung stecken", fordert Hück deshalb: "Lasst uns anpacken, wie haben Vieles zu tun. Ich gebe erst auf, wenn keiner mehr Analphabet ist."

Hück wurde 1962 in Stuttgart geboren. Früh verlor er seine Eltern und er wuchs anschließend in verschiedenen Kinderheimen auf. Dort, wo schon "Sechsjährige Verhaltensmuster zeigen, die auf Ausbeutung und Erniedrigung der anderen abzielen", lernte er sich zu wehren. "Im Schatten der Macht überforderter und liebloser Erzieher herrscht eine strenge Hierarchie der Kinder", erinnert sich Hück in seiner Autobiografie. Er war ein aggressives Kind, dem keine Perspektiven eingeräumt wurden.

Doch Hück fand seinen Weg, der fortan durch ein ausgeprägtes Gefühl für Gerechtigkeit gekennzeichnet war. Mit 15 Jahren machte er den Hauptschulabschluss und organisierte sich eine Lehrstelle als Maler. Seine Leidenschaft galt inzwischen auch schon dem Thaiboxen. Der Sport half ihm, seine Aggressionen in positive Energie umzuwandeln. In den achtziger Jahren wurde Hück zwei Mal Europameister. In dieser Zeit begann auch seine Karriere bei Porsche als Lackierer. Seine Natur, sich als Starker für die Schwachen einzusetzen, kam an. Er wurde Vertrauensmann der IG Metall, wurde in den Betriebsrat gewählt und stieg schließlich in die Kreise des Unternehmens auf, in denen die Entscheidungen getroffen werden. Seine Wurzeln hat er dabei nicht vergessen.

Hück ist Vorsitzender des FSV Buckenberg, einem Sportverein in Pforzheim. Hier im Stadtteil Buckenberg/Haidach leben viele Aussiedler und Migranten, die Jugendlichen fühlen sich oft benachteiligt. Ihnen will Hück helfen. Beim Thaiboxtraining zeigt er den jungen Menschen, wie sie ihre Aggressionen und ihre Energie steuern können. Er vermittelt ihnen Werte wie Fairplay, Toleranz und Respekt - mit Erfolg. Die Jugendkriminalität im ehemaligen Problemviertel sei deutlich zurückgegangen, so Hück. Sein ehrenamtliches Engagement hat dazu beigetragen.

Links

Die bisherigen Bildungsbotschafter der didacta

Dazu auf der didacta

Preisverleihung: didacta Bildungsbotschafter 2013 Persönlichkeiten, Vereine und Stiftungen, die sich in besonderer Weise für Kinder und Jugendliche starkmachen, werden seit 2007 jährlich auf der didacta ausgezeichnet. Am Freitag, 22.02.2013, wird Uwe Hück als "Bildungsbotschafter der didacta 2013" geehrt.

11-12 Uhr, im Forum didacta aktuell, Halle 4, Stand D20/ E21

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