ANZEIGE
Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 28.08.2014, 14:59
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken_bw
  • Email_go_bw
Für Studienabbrecher

Projekt: Handwerksmeister statt Bachelor

Mehr zu: Nordrhein-Westfalen, Studienabbrecher, Berufliche Bildung
18.01.2013 -

(dpa) – Mit einem neuen Projekt wollen die Arbeitsagentur und die Handwerkskammer Münster Studienabbrecher aus dem Hörsaal in den Beruf vermitteln. Die Besonderheit bei dem Projekt "Und Morgen Meister"soll pragmatische Hilfe sein: Je ein Handwerker und ein Arbeitsvermittler sollen ehemalige Studenten gemeinsam beraten sowie kurzfristig Praktika und Stellen vermitteln. Bislang scheuten Ex-Studenten Hilfe.

Dabei stehen die Arbeitschancen für junge Leute, die ihr Studium an den Nagel hängen, gut, wie Knut Heine, Geschäftsführer der Handwerkskammer in Münster, sagt. "Viele Betriebe wollen die Studienabbrecher, weil sie in ihnen potenzielle Fachkräfte sehen, mit sehr guter Schulbildung und Fachkompetenzen. Wer ein Studium angefangen hat, hat oft was auf dem Kasten und will etwas erreichen."

Ganz anders denken die jungen Erwachsenen häufig über sich selbst, berichtet Joachim Fahnemann, Leiter der Arbeitsagentur in Münster. Für viele sei der Abbruch ein Scheitern, keine Chance. "Deshalb wollen wir klarmachen, dass ein Wechsel in die Ausbildung ein Aufstieg sein kann", sagt er. Die Zeit im Hörsaal sei keineswegs vergebens, Leistungen und Scheine könnten anerkannt werden. Die Ausbildung kann sich so um Monate verkürzen, und den Meister gibt es inzwischen auch ganz ohne Gesellenzeit.

Allein im Raum Münster merkten jedes Jahr einige hundert Studenten, dass ein wissenschaftliches Studium doch nicht das Richtige für sie sei, schätzen die Projektleiter. "Diesen Jugendlichen wollen wir helfen, eine Alternative zu finden, denen müssen wir sagen: Grübelt nicht lange vor euch hin, sondern kommt."

Handwerkspräsident Otto Kenzler hatte Anfang des Jahres in der "Saarbrücker Zeitung" darauf hingewiesen, dass die Handwerkskammern damit begonnen hätten, gezielt um enttäuschte Studierende zu werben

(dpa-Dossier Bildung Forschung Nr. 04/2013 vom 21. Januar 2013)


© 2009 dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH.
Der Inhalt dieses Beitrags ist urheber- und leistungsschutzrechtlich geschützt. Jegliche Nutzung von Inhalten, außer zum persönlichen Gebrauch, ist ohne ausdrückliche schriftliche Zustimmung der dpa unzulässig. Dies gilt insbesondere für ganze oder teilweise Veröffentlichung, Vervielfältigung, Weitergabe, Bearbeitung oder Einspeisung in elektronische Systeme (z.B. Unternehmensnetze oder Datenbanken). Derartige Verwendungen sind ohne gesonderte vertragliche Vereinbarung unzulässig und verstoßen gegen geltendes Recht.
Alle Rechte bleiben vorbehalten.

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

Ee755a8afab39a9569b1b425f533dc8e6ed316f3
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Berufliche Bildung

Muss das Vorbild weiblich sein?

27.08.2014. Wann entscheiden sich Mädchen für Männerberufe? Wohl vor allem dann, wenn sie im Elternhaus Kontakt zu Maschinenbauern, Informatikern und Autoschraubern haben. Mädchen stehen heute so gut wie alle Berufe offen. Sie entscheiden sich jedoch nach wie vor selten für technische und ...

Schule

Keine Ernährungskunde mehr von McDonald's

26.08.2014. (red/pm) Die Stiftung Verbraucherschutz hat die Zusammenarbeit mit McDonald's bei der Bildungsarbeit in Schulen beendet. Die vom Verbraucherzentrale Bundesverband getragene Einrichtung reagiert damit auf den Protest von mehr als 37.000 Bürgern über eine E-Mail-Aktion der Verbraucherorganisation ...

Sonderthemen

Bildungspolitischer Aufbruch in der Metropole Ruhr

25.08.2014. (von Brigitte Schumann und Karl Keining) - Auguren streiten noch intensiv darüber, ob sich die Ruhrregion mit ihren 53 kreisfreien und kreisangehörigen Städten wirklich zu einer Metropolregion mausern kann oder ob das eigentlich aussichtslos ist angesichts des polyzentrischen Aufbaus der Region ...
in

+ + + AKTUELLE MELDUNGEN IM ÜBERBLICK + + +
Aus unserem Videokanal didacta-bildungsklick.TV:


ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung