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Elementarbereich NRW
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Das KiBiz hat dazu geführt: Erzieherinnen klagen: Wir können nicht mehr!
Mehr zu: Elementarbildung, KiBiz (Kinderbildungsgesetz), Nordrhein-Westfalen, Kindergarten / Vorschule11.11.2010 Die Notrufe von Erzieherinnen aus Nordrhein-Westfalen werden immer deutlicher: Wir können nicht mehr!, äußerten jetzt 430 Beschäftigte der 43 Evangelischen Tageseinrichtungen in Bochum. Mit den an einen Landtagsabgeordneten übergebenen "Stolpersteinen" machten sie deutlich, dass es "so" nicht mehr weitergehen kann.
Vergleichbare Hinweise sind auch aus anderen Städten, wie in Hagen, Dortmund, Köln überdeutlich geworden und machen den Bedarf für die überfällige Verbesserung der Rahmenbedingungen im Kinderbildungsgesetz NRW (KiBiz) überdeutlich.
Inhaltlich werden die unzulänglichen Regelungen auch in dem Interview mit einer ehemaligen Mitarbeiterin des ev. Kirchenkreises in Solingen deutlich.
Die Artikel aus dem "Westen" und dem "Solinger Tageblatt" stehen unter den nachgenannten "Adressen" zur Verfügung.
www.derwesten.de/staedte/bochum/Erzieherinnen-Wir-koennen-nicht-mehr-id3919968.html
Hoffentlich kommt die Botschaft jetzt auch und die tatsächliche gründliche Überarbeitung, mit der von dem alten Gesetz nicht mehr viel übrig bleibt, so wie es der Bochumer Abgeordnete Yüksel ankündigte, wird wirklich eine Generalrevision. Diese kann aber nicht durch einen Schnellschuss erfolgen, sondern bedarf einer gründlichen Bearbeitung, damit wirklich ein neues Gesetz entsteht und nicht aus dem KiBiz ein Kuckuck wird.
Zunächst müssten dazu die grundlegenden Mängel beseitigt werden: Korrektur und Anpassung der Pauschalen, Verbesserung der Pauschalen bei bestimmten Konstellationen - Einführen von Zuschlagsregelungen, Verbesserung der personellen Besetzung (einschließlich Berufpraktikanten) - Senkung der Gruppenstärke, Sicherung der Zeiten für die mittelbare Arbeit und Freistellung der Leitung.
Erforderlich ist es, dass in einem weiteren Schritt die Finanzierungssystematik so verändert wird, dass tatsächlich der Förderbedarf jedes einzelnen Kindes in einer Gruppe abgedeckt werden kann. Dazu ist das bisherige Finanzierungssystem bisher nicht in der Lage.
wegen mangelhafter Vertretungsregelungen und viel zu geringer Verfügungszeit kommen die ErzieherInnen kaum noch zum Luftholen
Die Mängel von KiBiz treten immer heftiger in Erscheinung. Es bleibt keine Zeit für eine gute Vorbereitung. Kita-Leitungen sind permanent damit beschäftigt die Dienstpläne zu bearbeiten "damit der Laden läuft". Der Einsatz von Hauswirtschaftskräften ist in den Pauschalen nicht berücksichtigt. Soziale Brennpunkte warten vergeblich auf die zusätzlichen 15.000 Euro. Die Online Befragung des Ministeriums zur KiBiz Revision weckt in mir keine große Hoffnung auf wirkliche Verbesserungen. Erzieherinnen sind am Ende ihrer Kräfte. Wenn es bei der Personalbemessung und der Verfügungszeit keine Verbesserungen gibt, wird die Qualität der Betreuung weiter in die Knie gehen.
Wenn sich die Rahmenbedingeungen für Erzieherinnen bzw. Leiterinnen in den kommenden Jahren nicht verbessern, werden die Träger der Einrichtungen festellen dass sie keine Berwerbungen mehr als Leitungen auf ihren Tisch bekommen! Außerdem werden gute Erzieher immer mehr an Überarbeitung Krankgeschrieben. Denn wir haben diesen Beruf nicht gelernt um uns ständig mit schriftlichen Unterlagen auseinanderzusetzten.
Das fängt bei den Buchungszeiten an und hört bei wichtigen! Dingen wei Portfolios der Kinder auf. Die Zeit die man für schriftliche Unterlagen aufwenden muss, könnten wir mit Bildungsarbeit am Kind füllen. Aber woher sollen wir diese Zeit nehmen??? Für gute Bildungsarbeit am Kind brauch ich auch Zeit um mich auf die Themen vorzubereiten. Einzulesen, Konzepte erstellen usw. Ich denke vielen Menschen ist es nicht bewußt das wir mit kleinen Wissbegierigen Geschöpfen arbeiten möchten und nicht im Büro versauern sollten.
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