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Letzte Änderung: 25.05.2012, 16:56
KiBiz-Revision

KiBiz-Revision und Rahmenbedingungen - 2. Dialogveranstaltung des Forums Förderung von Kindern

Mehr zu: Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit, Bildungspläne, Bildungsstandards, Frühe Förderung, Frühkindliche Bildung, KiBiz (Kinderbildungsgesetz), Nordrhein-Westfalen, Kindergarten / Vorschule
Von Gerhard Stranz

13.03.2011 -

In der am 11.3.2011 stattgefunden 2. Dialogveranstaltung des Forums Förderung von Kindern standen Asepkte zur den "Schlüssel zu guter Bildung, Erziehung und Betreuung" im Mittelpunkt. Frau Prof. Dr. Susanne Viernickel stellte dazu Ergebnisse der Expertise "Wissenschaftlichen Parametern zur Bestimmung der pädagogischen Fachkraft-Kind-Relation in Kindertagesstätten" vor.

Dabei ging sie u.a. ganz vorsichtig darauf ein, dass Schwellenwerte bestimmt werden könnten, ab denen das kindliche Wohlbefinden negativ beeinflusst wird. Es lohne sich daher, die Rahmenbedingungen - wie den Fachkraft-Kind-Schlüssel - zu verbessern. Deutlich wurde dabei u.a. nicht nur, dass die in NRW geltenden Schlüssel nicht den vielfach benannten Orientierungen entsprechen und daher Verbesserungen erfolgen müssten.

In der anschließenden Diskussion wurden die in der 1. Stufe der KiBiz-Revision vorgesehenen Maßnahmen erläutert und kritisch betrachtet, jedoch auch in Berichten aus der Praxis auf eingetretene Realitäten aufmerksam gemacht.

In einem Vermerk zur Veranstaltung sind die im Laufe der Diskussion erfolgten Schilderungen auf die angespannte und unzulängliche Situation dokumentiert:

1. Mitarbeiterinnen sind häufiger und länger krank! Seit der Einführung des KiBiz ist der Krankenstand, der bei Beschäftigten im Öffentlichen Dienst bei etwa 14 % liegt, bei den Beschäftigten im Kita-Bereich auf derzeit 29 % angestiegen!

2. Vertretungen sind nicht zu finden Auch wenn es die Bereitschaft von Trägern gibt, für die kurzfristig erkrankten Mitarbeiterinnen oder für die längerfristig erkrankten oder z.B. wegen Schwangerschaft "ausfallenden" Mitarbeiterinnen Vertretungskräfte einzustellen, so stehen auf dem "Arbeitsmarkt" keine Personen zur Verfügung, die überhaupt und zudem kurzfristig, zeitlich begrenzt und finanziell unattraktiv vergütet Vertretungsaufgaben übernehmen würden.

3. Der Elementarbereich ist unterfinanziert Ein Landespolitiker wies während der Veranstaltung darauf hin, dass für den Elementarbereich des Bildungswesens zu wenig investiert wird: Das Land stellt für den Schulbereich rd. 13 Mrd. Euro zur Verfügung. Pro Jahrgang also etwa 1 Mrd. Euro Für den gesamten Elementarbereich jedoch nur rd. 1 Mrd. Euro!

Ein Vermerk zur Tagung, die von Frau Prof. Viernickel verwendet Präsentation sowie die Expertise stehen zum Herunterladen zur Verfügung.

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