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Fachkräftemangel in NRW - Landesregierung wird nach ihrem Konzept gefragt
Mehr zu: Berufseinstieg, Bildungschancen, Elementarbildung, Frühe Förderung, Frühkindliche Bildung, KiBiz (Kinderbildungsgesetz), KITA, Nordrhein-Westfalen, Kindergarten / Vorschule04.10.2011 .
Die zuständige Fachministerin hatte in einem Pressebeitrag darauf hingewiesen, dass mit dem "Berufspraktikantenprogramm", mit dem jährlich 1.000 Stellen zusätzlich gefördert werden sollen, ein Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfs in NRW geleistet werden sollen. Diese Feststellung hat die Abgeordnete Dr. Carolin Butterwegge (DIE LINKE) in einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung aufgegriffen und fragt auch unter Hinweis auf die Antwort der Landesregierung vom März 2011, ob die Landesregierung inzwischen einen deutlicheren Überblick zum Fachkräftebedarf hat und ein nachhaltiges Konzept verfolgt.
Kommmentar:
Diese Fragestellung erscheint zudem als dringlich, zumal mit dem Berufspraktikantenprogramm überhaupt keine zusätzliche Fachkraft "gewonnen" werden kann, da die auf zwei Jahre befristete Zusatzförderung lediglich die Finanzierung für Absolventen der bereits in Ausbildung befindlichen (zukünftigen) Erzieherinnen mit unterstützt. Weiterhin wird in der Anfrage darauf aufmerksam gemacht,
dass das DJI zur Erfüllung des Rechtsanspruchs bis zum Jahr 2013 mit einem zusätzlichen Bedarf von 7.000 Fachkräften rechnet und
dass nach einer Studie von Prof. Sell aus einem Beitrag in der "Welt des Kindes" etwa 1/5 aller Erzieherinnen und Erzieher nach dem ersten Berufsjahr das Arbeitsfeld verlassen, so dass sich dadurch ein zusätzlicher Fachkräftebedarf ergibt.
(Anmerkung: Die aus dem Arbeitsfeld ausscheidenden Erzieherinnen bleiben dem Aufgabenbereich nicht erhalten, weil sie z.B. studieren. Sie wechseln vor allem in den örtlichen Einzelhandel und verdienen dort sogar noch mehr als in Tageseinrichtungen!)
In 6 Wochen dürfte die Antwort der Landesregierung vorliegen, so dass dann erkennbar sein wird, welche nachhaltigen Maßnahmen ergriffen werden, um die Bedingungen dafür zu schaffen, dass für die Begleitung von Kindern nicht nur Plätze geschaffen werden, sondern dass auch ausreichend viele und qualitativ gut ausgebildete Fachkräfte im Arbeitsfeld tätig werden und dieses auch auf Dauer als attraktiv erleben wird.
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