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Elementarbereich NRW
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Landeskonzeption zum Ausbau der Familienzentren stagniert und soll nur "benachteiligte Sozialräume" beschränkt werden!
Mehr zu: Bildungsausgaben, Bildungshaus, Bildungswesen, Elementarbildung, Elternarbeit, Familienbildung, Familienzentrum, KiBiz (Kinderbildungsgesetz), Nordrhein-Westfalen, Kindergarten / Vorschule26.10.2011 .
In einem Bericht des Ministeriums wird deutlich, dass nach dem Stopp des weiteren Ausbaus der Familienzentren in NRW, die Konzeption überarbeitet und bei der Ausbauplanung vor allem Schwerpunkte in "benachteiligten Sozialräumen" gelegt werden sollen. Nach dem Stopp im Kindergartenjahr 2011 soll der Ausbau im Kindergartenjahr 2012/2013 fortgesetzt werden. Die entsprechenden Ausbauziele sollen Anfang 2012 festgelegt werden, so dass ich Jugendämter und Einrichtungen entsprechend auf die neue Entwicklung einstellen können.
Kommentar:
Die ursprüngliche Planung der Vorgängerregierung sah vor, dass 1/3 aller rd. 10.000 Tageseinrichtungen in NRW zu Familienzentren ausgebaut werden sollten, um sich so den jeweiligen individuellen Bedarfslagen von Kindern mit ihren Familien einstellen zu können. Insgesamt bestehen derzeit 1.916 Familienzentren. Durch Verbundlösungen sollen bereits über 2.700 Kindertageseinrichtungen in die Arbeit von Familienzentren eingebunden sein.
Mit dem Stopp des Ausbaus in der Fläche wurden in vielfältigem Maße bereits von Einrichtungen geleistete Vorarbeiten und entsprechende Planungen in Jugendämtern "über den Haufen geworfen". Vielfältig waren die Proteste gegen den Stopp.
Die vorgesehene Unterstützung von Tageseinrichtungen mit einer erweiterten Aufgabenstellung zu Häusern für Kinder und Familien war in NRW bereits vor dem Jahr 2000 angegangen worden und entspricht dem den Tageseinrichtungen durch Bundesrecht zugesprochenen Aufgaben (§ 22a SGB VIII), so dass eigentlich davon auszugehen ist, dass alle Tageseinrichtungen in den Stand gesetzt werden müssten, auf den jeweiligen Bedarf der Kinder und ihrer Familien einzugehen, um Chancengleichheiten sicherstellen zu können.
Die erkennbare Perspektive, vorrangig Familienzentren in "benachteiligten Sozialräumen" zu fördern, scheint vor allem der finanziellen Mangelsituation geschuldet, die Prioritätensetzungen verlangt. Zwar gibt es vergleichbare Einrichtungen England, mit der Konzentration auf "Benachteiligte" wird jedoch die Chance vertan, Tageseinrichtungen insgesamt im Rahmen eines erweiterten Aufgabenbereichs und Selbstverständnis zu unterstützen.
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