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"Lehrergesundheit ist kein Schicksal"

Kultusstaatsekretär Eberhardt auf 3. Thüringer Lehrertag

Mehr zu: Eigenverantwortliche Schule, Lehrertag, Prävention, Schulstress, Schulverwaltung, Thüringen, Weiterbildung, Weiterbildung
Erfurt, 10.03.2005 -

Thüringens Kultusstaatsekretär Kjell Eberhardt (CDU) wird morgen auf dem 3. Thüringer Lehrertag zum Thema Lehrergesundheit sprechen. Die Veranstaltung, die unter dem Motto "Halbtagsjobber? Psychische Gesundheit im Lehrerberuf - Analyse eines veränderungsbedürftigen Zustandes" steht, wird vom Thüringer Lehrerverband ausgerichtet.

Zeit: Freitag, 11. März 2005, 9.30 Uhr

Ort: Erfurt, Kongresszentrum der Messe Erfurt


Staatsekretär Eberhardt erklärte dazu im Vorfeld der Veranstaltung: "In der Schulaufsicht als auch bei den Schulleitungen ist die Lehrergesundheit ein Führungsthema und strategisches Managementziel sowie ein selbstverständliches Kriterium für personelle Entscheidungen. Dabei ist sowohl die Prävention, wie die rechtzeitige und nachhaltige Reaktion auf sich ankündigende oder eingetretene Probleme wichtig. Der Lehreraus- und Weiterbildung kommt dabei ein genauso hoher Stellenwert zu. Dem rechtzeitigen Erkennen möglicher Probleme gilt dabei unser erstes Augenmerk, weil das die Voraussetzung dafür ist, rechtzeitig gegensteuern, helfen und unterstützen zu können. Gesundheit, auch Lehrergesundheit, ist kein Schicksal. Man kann etwas dafür tun. Eine hohe Qualität des Lehrens und Lernens kann auf Dauer nur mit gesunden, auch psychisch gesunden Lehrern erreicht werden.

Nur ein gesunder Mensch kann gute Leistung abliefern - das gilt für Lehrer genauso, wie für andere Berufsgruppen auch. Lehrer sind oft besonders stressbelastet. In den Schulen kommt vieles zusammen, was vom Elternhaus, von Freunden, Vereinen oder dem sonstigen sozialen Umfeld der Schüler nicht abgefangen wird. Es entlädt sich auch dort und summiert sich, je nachdem wie viele 'Problemfälle' in einer Klasse auftauchen. Der Lehrer soll und muss das oftmals auffangen. Dies gelingt dem einen besser und dem anderen nicht so gut - sicher auch in Abhängigkeit vom eigenen Leistungsvermögen und der eigenen Verfassung.

Diese in den letzten Jahren gestiegenen Anforderungen gilt es zu berücksichtigen, wenn wir in Thüringen die Unterrichtsqualität weiter verbessern wollen. Thüringen hat sich dabei für den Weg der eigenverantwortlichen Schule entschieden. Grundlage dafür ist die Fähigkeit der Schulen, sich und ihre Arbeit selbst umfassend zu evaluieren. Zu einer solchen Beurteilung der eigenen Lage gehört nicht nur die Unterrichtsqualität. Dazu gehören auch die Fragen nach den Umfeldbedingungen der Schule und auch die Frage nach der Zufriedenheit der Lehrer mit ihrem Umfeld, mit ihrer Arbeit und deren Bedingungen, danach, wie viel Freude sie bei ihrer Arbeit empfinden."

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