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Pressemeldung von: Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Sachsen erfolgreich beim PISA-Test

Spitzenplatz für Gymnasien in Naturwissenschaften

Dresden, 03.11.2005

Beim PISA-Test liegt Sachsen im Ländervergleich mit an der Spitze. "Die erreichten Ergebnisse zeigen sogar, dass sich sächsische Schüler international sehr gut behaupten können", sagte Kultusminister Steffen Flath. Das sächsische Schulsystem sei damit international konkurrenzfähig. In Mathematik, Lesen, Naturwissenschaften und Problemlösen liegen die Kompetenzen sächsischer Schülerinnen und Schüler über dem internationalen OECD-Durchschnitt. In der deutschen Wertung eroberte Sachsen in Mathematik, Naturwissenschaften und Problemlösen den zweiten Platz nach Bayern. Im bundesweiten Vergleich der Gymnasien erreichten sächsische Gymnasiasten vordere Plätze, in den Naturwissenschaften sogar Platz 1.

Die Bildungspolitik der letzten 15 Jahre habe sich bewährt, so Flath. "Das sehr gute Abschneiden Sachsens ist aber vor allem ein Beleg für die tolle Arbeit der Lehrerinnen und Lehrer", sagte der Kultusminister. Er stellte jedoch klar, dass sich der Freistaat nicht auf dem Erfolg ausruhen dürfe. Der PISA-Test zeige, dass man sich an den Schulen noch stärker als bisher den leistungsschwächeren Schülern zuwenden müsse.

Gegenüber der ersten PISA-Studie aus dem Jahr 2000 erzielte Sachsen in allen Kompetenzbereichen deutliche und statistisch signifikante Verbesserungen. In Mathematik sind für Sachsen und Thüringen die bundesweit größten Zuwächse zu verzeichnen. Bei den mathematischen Kompetenzen erreichten hiesige Gymnasialschüler den zweiten Platz. Auch beim Lesen ist es sächsischen Schülern offensichtlich gelungen, die Kompetenz bedeutsam zu verbessern. "Der dritte Platz für alle Schüler und der vierte für die Gymnasien kann aber nicht zufrieden stellen", sagte Flath. Hingegen können sich Sachsens Schüler bei den Naturwissenschaften international messen lassen: Platz 2 im deutschen Vergleich aller Schüler und Platz 1 für die Gymnasien.

In puncto Chancengerechtigkeit liegt Sachsen mit Finnland, Japan, Kanada und Schweden in der internationalen Spitzengruppe, wie die PISA-Studie deutlich macht. Die ansonsten in Deutschland zu beklagende enge Kopplung von sozialer Herkunft und Kompetenzniveau gilt für Sachsen nicht. Die relative Wahrscheinlichkeit eines Facharbeiterkindes, das Gymnasium zu besuchen, ist in Sachsen deutlich größer als im Bundesdurchschnitt. "Wir müssen das hohe Niveau der Chancengerechtigkeit halten, wenn möglich sogar verbessern", sagte Flath.

In Sachsen wurden bei PISA 2003 insgesamt 2348 Schüler aus 88 Schulen untersucht (26 Gymnasien, 59 Mittelschulen, eine Sonderschule, zwei Berufsschulen).

Nähere Information zu den PISA-Ergebnissen und den Bildungsreformen in Sachsen unter www.sachsen-macht-schule.de/pisa/.


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