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"Wir müssen Kinder und Jugendliche vor diesen Gefahren schützen"

Kultusminister Schneider spricht mit Lehrkräften, Eltern und Schülervertretern der Leonhard-Wagner-Schulen in Schwabmünchen über Erfahrung mit Handynutzungsverbot

Mehr zu: Bayern, Gewalt in der Schule, Gymnasium, Handy in der Schule, Hauptschule, Realschule, Schulweg, Schule
München/Schwabmünchen, 06.04.2006 -

Über Erfahrungen von drei Schulen in Schwabmünchen im Landkreis Augsburg mit dem Handynutzungsverbot informierte sich heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider.

Minister Schneider betonte: "Die Schule ist zum Lernen, auch zur Begegnung zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften da." Um die Kinder und Jugendlichen vor gewaltverherrlichenden und pornographischen Inhalten auf Mobiltelefonen aber auch drohenden Gewaltaktionen im Rahmen des vermeintlichen "happy slapping" zu schützen, habe das Kabinett ein Nutzungsverbot von Mobiltelefonen in Schulen beschlossen. Dieses werde im Erziehungs- und Unterrichtsgesetz verankert. "Wir müssen die Gefahren für Schülerinnen und Schüler durch Inhalte, die ihre Entwicklung schädigen, im schulischen Umfeld reduzieren und möglichst ausschließen, wir müssen sie vor diesen Gefahren schützen."

Die Schulleiterin des Leonhard-Wagner-Gymnasiums erinnerte daran, dass aufgrund eines aktuellen Vorfalls im März 2005 das Nutzungsverbot für Handys, Walkmen und MP3-Player erlassen worden war. Sollten Schülerinnen und Schüler zum Handy greifen, würden Lehrkräfte dieses einziehen. Die Erziehungsberechtigten können es erst nach einem Gespräch mit der Schulleitung wieder abholen.

Die Erfahrungen mit dem Nutzungsverbot � dies bestätigten die Leiter der Haupt-, Realschule und des Gymnasiums übereinstimmend � sind durchaus positiv. Auch Schülersprecherin Annika Schönebeck steht zu dem Nutzungsverbot: "Wenn man in der Schule im Notfall telefonieren kann, dann ist ein weiteres Verwenden des Handys unnötig." Elternbeirat Robert Vögel: "Es ist beruhigend für uns Eltern, dass an der Schule mit elektronischen Medien kein Unfug betrieben wird."

Siegfried Schneider unterstrich: Es gehe bei dem Kabinettsbeschluss nicht um ein generelles Handyverbot, da den Schülerinnen und Schülern auf dem Schulweg wie auch bei Notfällen eine Möglichkeit offen stehe müsse, sich mit ihren Eltern in Verbindung zu setzen. "Die Lehrkräfte werden auch in der Schule Ausnahmen von dem Handynutzungsverbot machen können." Auch werde die Ausgestaltung der Rechtslage die konkrete Situation vor Ort berücksichtigen.

"Ich bin froh über die Rückendeckung aus München für unsere Maßnahme des Nutzungsverbotes von Handys", begrüßte der Leiter der Leonhard-Wagner-Hauptschule Gerd Königsdorfer, den Kabinettsbeschluss vom Dienstag, ein bayernweites Nutzungsverbot von Mobiltelefonen an Schulen einzuführen.

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