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Pressemeldung
GEW Schleswig-Holstein

Handy-Verbot:

Lehrer keine Spürhunde für Handys

Mehr zu: Gewalt in der Schule, Handy in der Schule, Schleswig-Holstein, Schule
Kiel, 21.08.2006 -

Gegen ein generelles landesweites Handy-Verbot an Schulen hat sich Jan Nissen, kommissarischer Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), zum Schuljahresbeginn am 21.8.06 in Kiel ausgesprochen.

"Wir haben nichts dagegen, wenn sich eine Schule Regeln für die Handy-Nutzung gibt. Ein generelles Handy-Verbot an allen Schulen Schleswig-Holsteins halten wir aber für falsch", sagte Jan Nissen. "Schließlich ist es nicht die Aufgabe von Lehrerinnen und Lehrern, wie Spürhunde über den Pausenhof zu schleichen und nach telefonie-renden Schülerinnen und Schülern Ausschau zu halten. Sinnvoller ist es, die Schüle-rinnen und Schüler im Unterricht über die Gefahren von Gewalt- und Pornographie-Darstellungen auf Handys aufzuklären."

Durch ein Handy-Verbot an Schulen verlagere sich das Problem von Gewaltdarstellungen auf Handys zudem nur vom Schul- auf den Freizeitbereich, so der GEW-Landesvorsitzende. Deshalb sei es um so wichtiger, Urheber von Gewaltdarstellungen strenger zu kontrollieren und strafrechtlich zu verfolgen.

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