Ministerium für Bildung und Kultur Schleswig-Holstein
Ministerin Erdsiek-Rave im Landtag: "Duale Ausbildung ist ein Erfolgsmodell"
Mehr zu: Berufsbildungsgesetz, Berufsfachschule, Duale Ausbildung, Schleswig-Holstein, Schulträger, Berufliche Bildung"Arbeit und Bildung haben für diese Landesregierung Priorität", sagte Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave heute (29. November) im Landtag in Kiel. Zur Erhöhung der Ausbildungsquote habe die Landesregierung vor einem Jahr ein "Aktionsprogramm Ausbildung" aufgelegt, dessen Mittel unter anderem für Zuschüsse zur betrieblichen Ausbildung und für zusätzliche Plätze an den berufsbildenden Schulen zur Verfügung stehen würden. Außerdem stärke das unter Federführung des Arbeits- und Bildungsministerium entwickelte Handlungskonzept Schule & Arbeitswelt insbesondere benachteiligte Jugendliche in ihrem Übergang in die Ausbildung. "Zudem verbessern wir die Perspektiven junger Menschen durch die Reformen im Schulsystem."
Die Bildungsministerin betonte die Vorteile der dualen Ausbildung. Nach wie vor sei dies für die überwiegende Mehrzahl der jungen Menschen der Weg in das Berufsleben. "Wir haben insgesamt eine hohe Ausbildungsquote." Das Land verzeichne bundesweit den höchsten Zuwachs an Ausbildungsplätzen. "Und alle Jugendlichen, die am 30. September 2006 noch ohne Ausbildungsplatz waren, haben über Nachvermittlungen der Kammern und Arbeitsagenturen ein Ausbildungs- und Qualifizierungsangebot erhalten."
Schulträger und Bildungsministerium hätten in den vergangenen Jahren die berufsqualifizierenden Bildungsgänge an den Berufsfachschulen kontinuierlich quantitativ und fachlich ausgeweitet. "Dies ist nur der zweitbeste Weg. Denn ein Großteil der jungen Menschen möchte vor allem in die berufliche Praxis." Damit die an beruflichen Schulen erworbenen Qualifikationen angerechnet und Ausbildungszeiten verkürzt werden, seien "Empfehlungen für Ausbildungsbetriebe" entwickelt worden.
Das reformierte Berufsbildungsgesetz ermögliche Schulabgängern überall dort, wo es im dualen System entsprechende anerkannte Berufe gibt, die Zulassung zur Kammerabschlussprüfung. Eine weitere Rechtsverordnung, um schulische Ausbildungen zusätzlich und generell mit einer Kammerprüfung abzuschließen, sei nicht notwendig. Erdsiek-Rave: "Es geht jetzt darum, die vorhandenen Spielräume des Berufsbildungsgesetzes verantwortlich zu nutzen, damit alle jungen Menschen eine Chance haben. Mit den bisherigen Vereinbarungen sind wir auf einem guten Weg."
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