GEW Sachsen-Anhalt
Bildungskonvent längst überfällig
GEW: Sachsen-Anhalt kann Vorreiter werden
Mehr zu: Deutschland, Förderschule, Grundschule, Gymnasium, KITA, Sachsen-Anhalt, Sekundarschule, Volksentscheid, Schule„Wenn der heute angekündigte Bildungskonvent zielstrebig arbeitet, kann Sachsen-Anhalt eine Vorreiterrolle in Deutschland einnehmen. Erstmals würde damit in einem Bundesland ohne Wahlkampfgetöse nach einem parteiübergreifenden gesellschaftlichem Konsens für Änderungen am Schulsystem gesucht“, sagte der GEW-Landeschef, Thomas Lippmann, zu den heute von den Regierungsfraktionen Sachsen-Anhalts vorgestellten Konzepten für einen Bildungskonvent. „Ein solches Vorgehen entspricht dem Erfolgsrezept der PISA-Sieger-Nationen.“
Die GEW Sachsen-Anhalt hält ein solches Gremium für längst überfällig, um endlich die bildungspolitischen Grabenkämpfe aufzugeben. Als einer der künftigen Akteure erwartet sie deshalb, dass sich der Bildungskonvent in seiner Arbeit auf ausreichende und gesicherte Fakten stützen kann, die von der Landesregierung in einem dringend zu erstellenden und jährlich fortzuschreibenden Landesbildungsbericht vorgelegt werden müssen. „Die Zeit reiner Spekulationen darüber, was für die Kinder und Jugendlichen gut ist und welche Faktoren wirklich auf gute Schule wirken, muss der Vergangenheit angehören,“ sagte Lippmann.
Die GEW will mit viel Engagement im Bildungskonvent mitarbeiten. Als Bildungsgewerkschaft, die alle Gruppen der im Bildungsbereich Beschäftigten, von der Kita, über Grundschule, Förderschule, Sekundarschule, Gymnasium, berufsbildende Schule bis zur Hochschule und Erwachsenenbildungseinrichtung vertritt, will die GEW darauf achten, dass das ganze Bildungssystem im Blick bleibt und nicht Partikularinteressen vertreten werden.
„Wir halten es für anstrebenswert, dass nach dem Ende der Arbeit im Bildungskonvent im Frühjahr 2009 die Bevölkerung Sachsen-Anhalts 2009 über die Einführung eines reformierten Schulsystems, in dem mehr Chancengerechtigkeit mit ausgezeichneter Bildung verbunden wird, in einem Volksentscheid befragt wird.“, sagte Lippmann.
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