GEW Schleswig-Holstein
Eignungstests allein sorgen nicht für gute Lehrkräfte
Mehr zu: Lehrerbildung, Schleswig-Holstein, Schule„Den Beruf der Lehrerin oder des Lehrers sollten nur junge Menschen ergreifen, die Kinder und Jugendliche mögen und auch mit ihnen umgehen können. Darin stimmen wir mit der Bildungsministerin überein“, sagte Matthias Heidn, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) am Montag, 18. Dezember 2006 zur Forderung von Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave, Eignungstest für Lehrkräfte einzuführen.
„Verbindliche Eignungstest halten wir aber nicht für das geeignete Instrument. Stattdessen sollten Lehramtsstudierende im Studium frühzeitig ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Praxis erproben“, so der GEW-Landesvorsitzende. Die Lehramtsstudierenden müssten Rückmeldungen über ihr Unterrichtsverhalten bekommen. Durch das rechtzeitige Aufzeigen von Defiziten könne es dann beispielsweise gelingen, die Studierenden besser auf ihren Beruf vorzubereiten. „Wo dieses nicht klappt, kann letztlich nur der Rat zur einer anderen Berufswahl gegeben werden.“
Selbsttests vor Aufnahme des Studiums könnten Abiturienten vielleicht wichtige Anhaltspunkte für ihre Berufswahl liefern.
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