Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 30.07.2010, 10:15
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Qualitätsagentur – Plus für die Schulen Sachsen-Anhalts

Mehr zu: Lehrermangel, Lehrplan, Sachsen-Anhalt, Schulentwicklung, Schulinspektion, Schule
Magdeburg, 04.01.2007 -

Die Sicherung der Qualität schulischer Bildung und Erziehung ist als ein besonderer bildungspolitischer Schwerpunkt der Landesregierung in der Koalitionsvereinbarung verankert.

„Hierfür brauchen wir eine regelmäßige Vergewisserung darüber, ob die erwarteten bzw. gewünschten Ergebnisse in den Schulen auch tatsächlich eintreten“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz. Entsprechende Rückmeldungen aus der schulischen Praxis seien wichtig, um erfolgreiche Wege zu verallgemeinern oder Korrekturen vorzunehmen. Dieser Prozess gehe zugleich mit dem Anspruch einher, den Schulen schrittweise mehr Eigenverantwortung zu übertragen.

Die Entwicklung und Begleitung entsprechender Konzepte und Verfahren soll künftig – internationalen Trends folgend – Aufgabe einer Qualitätsagentur für den schulischen Bereich in Sachsen-Anhalt sein. Ihre Gründung werde gegenwärtig im Kultusministerium vorbereitet.

Dabei entstünde keine neue Fachbehörde, sondern ein engerer Kooperationsverbund von Aufgabenfeldern, die mit der Qualitätssicherung der schulischen Arbeit zusammenhängen, so der Kultusminister. „Ich möchte erreichen, dass die Aufgaben der Schulaufsicht und -verwaltung stärker mit der Entwicklung und Auswertung von Leistungserhebungen, der Lehrplanentwicklung sowie der Schwerpunkte der Lehreraus- und -fortbildung verknüpft werden“.

Die Schwerpunkte der inhaltlichen Arbeit in den nächsten Jahren lägen vor allem auf der Lehrplanentwicklung und der Umsetzung der Bildungsstandards. „Maßgebliches Kriterium sind dabei die Ergebnisse der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler, d.h. ihre tatsächliche, messbare Leistungs- bzw. Kompetenzentwicklung. Entsprechende Initiativen und Erfahrungen der Einzelschulen müssen hier gebündelt, verallgemeinert und in der Lehrerschaft verbreitet werden.“ Dieses neue Aufgabenprofil für die Qualitätssicherung an den Schulen erfordere wissenschaftlich fundierte Arbeitsweisen. Hierbei könne man auf langjährige Erfahrungen und Kompetenzen des LISA zurückgreifen. Die Qualitätsagentur soll zum Schuljahr 2007/08 ihre Arbeit aufnehmen.

Die Aufgaben der „klassischen“ Schulaufsicht, also Unterrichtsversorgung, Personaleinsatz, Schulentwicklungsplanung, Haushalts- und Rechtsfragen sowie die Schulstatistik, würden auch künftig im Landesverwaltungsamt wahrgenommen. Allerdings müssten sie inhaltlich stärker mit der Qualitätsagentur am LISA verzahnt werden. Olbertz nannte hierfür ein Beispiel: „Die Qualitätsagentur organisiert in regelmäßigen Abständen Evaluationen; die entsprechenden Berichte z.B. zur Leistungs- und Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler, zum Schulklima oder zu speziellen Bewertungsschwerpunkten sind eine wesentliche Grundlage für die Schulaufsicht, mit den Schulen Zielvereinbarungen abzuschließen und sie bei der Umsetzung zu beraten und zu begleiten.“

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

89d38299d6c2b2b92bda2dfa7d36856d5a9e58b5
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

UNESCO-Alphabetisierungspreis 2010 geht an Deutschland

Bonn, 29.07.2010. Das Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg erhält für das Projekt "Family Literacy" (FLY) den König-Sejong-Alphabetisierungspreis der UNESCO. Nach ideellen Würdigungen von insgesamt fünf deutschen Projekten seit 1974 geht in diesem Jahr der ...

Schule

Verschnaufpause von drei Wochen als Minimum

München, 28.07.2010. Die Sommerferien sind die wichtigste und längste Erholungszeit für Schülerinnen und Schüler. Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, appellierte an alle Eltern, ihren Kindern eine Verschnaufpause von mindestens drei Wochen zu gönnen, in der das ...

Berufliche Bildung

Weniger Hartz IV für BAföG-Empfänger

23.07.2010. (red/pm) BAföG-Empfänger haben weniger Anspruch auf Hartz IV, weil die Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz angerechnet werden dürfen. Das entschied das Bundesverfassungsgericht. Eine junge Hartz IV-Empfängerin absolvierte eine dreijährige Ausbildung in einer privaten ...
in
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung