Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 18:25
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

BLLV unterstützt Verbot von Killerspielen

Schulen brauchen aber auch mehr Hilfe für medienpädagogische Arbeit - BLLV-Präsident Dannhäuser: "Schüler müssen sensibilisiert werden"

Mehr zu: Bayern, Killerspiele, Medienkompetenz, Schule
München, 10.01.2007 -

Der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Albin Danhäuser, unterstützt die Pläne für ein generelles Verbot von Killerspielen. "Kein Pädagoge kann menschenverachtende und zerstörerische Gewaltspiele dulden oder gar gut heißen." Er betonte jedoch, dass ein Verbot allein nicht ausreicht. "Schulen brauchen die Unterstützung der Eltern und der Politik. Sie brauchen vor allem auch Zeit für die medienpädagogische Arbeit, um mit Schülerinnen und Schülern den verantwortungsvollen Umgang mit dem Internet einzuüben." Ziel muss sein, Kinder und Jugendliche für grundlegende Werte, insbesondere für die Menschenwürde zu sensibilisieren. Sie müssen lernen, Killerspiele kritisch zu bewerten.

Dannhäuser bezeichnete es als unerträglich, dass Kinder und Jugendliche Zugang haben zu menschenverachtenden Computerspielen und auf diese Weise mit massiver Gewalt konfrontiert werden. "Jede noch so zynische und entwürdigende Grausamkeit gelangt in die Kinderzimmer, Lehrerinnen und Lehrer müssen dann zusehen, wie sie mit den Folgen psychischer Deformation fertig werden und die Probleme in den Schulen bewältigen." Für Befürworter und Hersteller solcher Spiele zeigt der BLLV keinerlei Verständnis. "Kein Pädagoge kann zulassen, dass Gewaltspiele, in denen Menschen zerstört werden, in ihrer Wirkung verharmlost werden." Vor allem labile Kinder und Jugendliche laufen Gefahr, die dargestellte Gewalt gegen Menschen und Sachen nachzuahmen. Kinder tun sich schwer, zwischen virtuellem Spiel und Wirklichkeit zu unterscheiden. "Dass Hemmschwellen sinken können, haben uns die schrecklichen Amokläufe und die vielen Nachahmer der jüngsten Zeit in beängstigender Weise vor Augen geführt."

Der BLLV-Präsident schloss nicht aus, dass sich ähnliche Greueltaten wie in Emsdetten oder Erfurt wiederholen. "Die Betroffenheit ist dann jedes Mal sehr groß, wirksame Gegenmaßnahmen werden jedoch nicht getroffen. Die Bluttaten haben bereits auf grausame Art vorgeführt, wohin individueller Frust und Aggression führen können. Wenn Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung deformiert sind, in ihrem Umfeld keinen Halt finden und durch menschenverachtende Killerspiele aufgestachelt werden, können sich Katastrophen zusammenbrauen." Politiker müssen endlich handeln, Killerspiele verbieten und Schüler wie Eltern mehr unterstützen.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

191462f3ca3dd4f29aec1f22f266afd63fbec132
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Sonderthemen

"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"

09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Weiter auf bildungsklick.de
Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung