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Elternverband hält ein Verbot von Killerspielen für wenig wirkungsvoll

"Verbieten ist keine Lösung"

Mehr zu: Bayern, Elternarbeit, Jugendschutz, Killerspiele, Sonderthemen
Lauf / München, 13.02.2007 -

Das heute vom Kabinett beschlossene Verbot so genannter Killerspiele hält der Bayerische Elternverband für populistisch und wenig effektiv. Gewaltverherrlichende Spiele seien längst verboten. Wer sie spielen will, beschaffe sie sich trotzdem. Nur ein weltweites Herstellungsverbot könne verhindern, dass Kinder und Jugendliche an solche Spiele herankommen, doch ein solches weltweites Verbot werde es nicht geben.

Der Beweis dafür, dass Killerspiele gewalttätig machen, stehe trotz spektakulärer Veröffentlichungen in den Medien nach wie vor aus. "Zu jeder Studie, die den Zusammenhang zwischen Gewalt und 'Killerspielen' beweist, gibt es eine Gegenstudie", sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands. Als gesichert könne derzeit allenfalls gelten, dass labile Jugendliche, die schlecht oder gar nicht integriert seien, durch solche Spiele beeinflusst würden. Dieselben Jugendlichen seien aber auch anfällig für alle anderen Anreize, Gewaltphantasien auszuleben.

Entgegen dem Eindruck, den die Medien vermitteln, habe Gewalt auch nicht zugenommen. Wenn, wie derzeit in Nürnberg, mit angeblich drohenden Amokläufen Wahlkampf betrieben würde, sei das äußerst bedenklich. "Wir brauchen mehr Medienkompetenz, bei Jugendlichen, aber vor allem bei Erwachsenen", sagte Zacharias, "und dazu zähle ich nicht nur Eltern und Lehrer, sondern auch Politiker." Um gefährdete Jugendliche auffangen zu, müssen die Schulen erheblich besser als bisher mit Schulpsychologen und Sozialpädagogen ausgestattet werden, sagte Zacharias weiter.

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