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DPhV begrüßt Ausweitung des Jugendschutzes auf "gewaltbeherrschte Computerspiele" als ersten Schritt in die richtige Richtung!

DPhV-Vorsitzender Meidinger: "Eltern müssen sich stärker dafür interessieren, was auf dem Computer und in den Köpfen ihrer Kinder passiert!" Forderung nach schulischer Aufklärungsoffensive

Mehr zu: Killerspiele, Medienkompetenz, Sonderthemen
Berlin, 14.02.2007 -

Der Deutsche Philologenverband begrüßt ausdrücklich die Initiative des Bundes und der Länder, Kinder und Jugendliche besser vor so genannten Killerspielen zu schützen. "Die Kriterien im Jugendschutz für die Beurteilung von Gewaltszenen bei Computerspielen zu verschärfen und das Jugendverbot von "gewaltverherrlichenden" auf gewaltbeherrschte Spiele auszuweiten, kann aber nur ein erster Schritt in die richtige Richtung sein", sagte Heinz-Peter Meidinger, Bundesvorsitzender des DPhV.

Als zweiter Schritt müssten Information und Aufklärung über die Gefahren beim Umgang mit Ego-Shooter-Games und "Killerspielen" durch Herstellerseite bzw. staatliche Stellen und insbesondere durch die Schulen ausgebaut und verbessert sowie die Eltern erheblich stärker in die Pflicht genommen werden.

"Vielfach interessieren sich Eltern gar nicht dafür und haben keine Ahnung davon, womit sich ihre Kinder täglich stundenlang auf dem PC beschäftigen. Und noch immer machen wir als Lehrer die Erfahrung, dass Eltern zu Geburtstagen ihren Kindern auf deren Wunsch PC-Spiele schenken, die eigentlich "USK 16"-indiziert sind", sagte der DPhV-Chef. Lediglich Verbote oder Verschärfungen der Richtlinien durch den Gesetzgeber reichten dazu nicht aus, gibt Meidinger zu bedenken, solange sich Kinder und Jugendliche für sie indizierte Spiele unter Umgehung nur national gültiger gesetzlicher Regelungen einfach aus dem Internet herunterladen könnten.

Daher hält der DPhV-Vorsitzende neben gesetzlichen Initiativen verstärkte Maßnahmen zur Aufklärung von Eltern über solche Spiele für dringend erforderlich: "In Zeiten, in denen der Nachwuchs einfach vor dem PC geparkt wird, und die Eltern versagen, hilft der erhobene Finger eben nicht. Eltern müssen wissen, was auf den Computern und in den Köpfen ihrer Kinder passiert. Wir als Lehrer stellen oft fest, dass die Erziehungsberechtigten ihre Kinder vor dem Computer mit sich alleine lassen und die Gefahr einer "erzieherischen Verwahrlosung der Computerkids" unterschätzen." Meidinger regte dazu eine breit angelegte Aufklärungsoffensive an allen weiterführenden Schulen durch entsprechende Fachleute, bestehend aus Schulpsychologen, darauf spezialisierten Polizeibeamten, Lehrern und Erziehungsberatern an.

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