Das Bayerische Kultusministerium weist die Vorwürfe gegen das Bildungssystem in den deutschen Ländern im Bericht von UN-Sonderberichterstatter Muñoz zurück. "Die von Herrn Muñoz geäußerte Kritik wird den Leistungen unseres Bildungssystems für eine Förderung aller Begabungen in keiner Weise gerecht. An bayerischen Schulen werden alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich begabungsgerecht gefördert. Hier werden ganz sicher keine Menschenrechte verletzt", sagte Kultusminister Siegfried Schneider.
Die Ergebnisse der PISA-Studien von 2000 und 2003 bescheinigen den Schülerinnen und Schülern in Bayern ein hohes Leistungsniveau. Bayerns Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren – unabhängig von der sozialen Herkunft - zeigten bei PISA bereits einen Kompetenzvorsprung von bis zu eineinhalb Jahren gegenüber Schülerinnen und Schüler aus anderen Ländern.
Das gegliederte Schulsystem bietet sehr gute Voraussetzungen, um Kinder und Jugendliche bestmöglich entsprechend ihrer Talente und Interessen optimal zu fördern.
Frühzeitig, bereits im Vorschulalter und in der Grundschule, setzt Bayern einen Akzent in der Sprachförderung, vor allem für Kinder aus Migrantenfamilien, z. B. durch Vorkurse und Sprachlernklassen.
Die Qualität und Leistungsfähigkeit der beruflichen Bildung wird in dem Bericht völlig außer Acht gelassen. Auf dem Weg über Fachoberschule und Berufsoberschule können leistungsfähige und leistungswillige Haupt- und Realschüler bis zum Hochschulstudium gelangen. In Bayern werden gut 43 % aller Hochschulzugangsberechtigungen nicht über das Gymnasium erworben.
Sonderberichterstatter Muñoz besuchte im Februar 2006 an einem einzigen Tag drei bayerische Schulen. Auf dieser Basis lässt sich kein seriöses Bild über das komplexe deutsche Bildungssystem machen. An Bayerns Schulen wird eine hervorragende Arbeit geleistet.
Bayern weiß sich sehr wohl der Notwendigkeit verpflichtet, auf neue gesellschaftliche Herausforderungen immer wieder aktuell Antworten in der Bildungspolitik zu geben.