100 Jahre Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung – ein Vorbild für die private Wissenschaftsförderung
Mehr zu: Hamburg, Stiftungen, HochschuleDie Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung feiert am heutigen Dienstag im Ernst-Barlach-Haus Hamburg ihr einhundertjähriges Bestehen. Die Idee, eine Stiftung zur Förderung der Wissenschaften in Hamburg zu gründen, hatte vor einem Jahrhundert der Senator und spätere Bürgermeister Dr. Werner von Melle. Ihm gelang es, zahlreiche Hamburger für das Projekt zu gewinnen, darunter so klangvolle Namen wie Gustav Amsinck, Albert Ballin, Hermann Blohm, Edmund Siemers, Ernst Friedrich Sieveking, Max Warburg und viele andere.
Die Stiftung schaffte die wesentlichen Voraussetzungen für die Gründung der Universität Hamburg, Wissenschaftssenator Jörg Dräger: "Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung hat in ihrer hundertjährigen Tradition die Kultur privater Wissenschaftsförderung in Hamburg entscheidend mitgeprägt. Sie steht hierfür als Vorbild und Symbol. Was vor 100 Jahren aufsehenerregende Pionierarbeit war, ist inzwischen im besten Sinne zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Stiftung hat mit ihrem entscheidenden Anteil an der Gründung der Universität Hamburg im Jahr 1919 den Grundstein für die Entwicklung Hamburgs zu einer modernen Wissenschaftsmetropole gelegt."
Zum 100-jährigen Jubiläum hat die Stiftung eine Schriftenreihe Reihe "Mäzene für Wissenschaft" aufgelegt, mit der ihre Stifterpersönlichkeiten gewürdigt und die Hamburger Bürgerinnen und Bürger an die große Tradition des Mäzenatentums erinnert werden. Drei Bände sind bereits fertig und werden erstmals auf der Jubiläumsfeier präsentiert: Ein Basisband mit Kurzbiographien der Stiftungsgründer, ein Band über das faszinierende Leben des Reeder-Ehepaars Sophie und Carl Laeisz sowie ein weiterer über den Hamburger Kaufmann und Künstler Eduard Lorenz Lorenz-Meyer. Weitere Bände werden im Laufe dieses Jahres folgen.
Sie alle enthalten bisher noch unveröffentlichtes Archivmaterial und noch nicht bekannte Abbildungen. Erscheinen werden sie im Verlag Hamburg University Press – auch hier zeigt sich die enge Verbundenheit zwischen der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung und der Universität Hamburg.
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