Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Ausblicke auf Kassel und Einblicke in die Herkules-Sanierung
Kunstminister Corts eröffnet Besucherturm am Herkules und stellt neue Schriftenreihe zur Museumslandschaft Kassel vor
Mehr zu: documenta 12, HessenDer Besucherturm am Herkules bietet die einmalige Gelegenheit, Kassel aus der Perspektive seines Wahrzeichens zu betrachten. Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, und der Direktor der Museumslandschaft Hessen Kassel (mhk), Dr. Michael Eissenhauer, waren heute die ersten Besucher in luftiger Höhe und haben damit den Turm für das Publikum eröffnet.
Minister Corts zeigte sich auch beeindruckt vom Fortgang der Restaurierungsarbeiten an der Herkulesfigur und der Pyramide: "Der Besuch des Turms ermöglicht nicht nur einen atemberaubenden Ausblick auf Kassel und die Region, sondern vermittelt gleichzeitig einen besonders intensiven Eindruck von den Sanierungsarbeiten." Auf der Besucherplattform des Oktogons sind Tafeln mit vertiefenden Informationen zur Stein- und Metallrestaurierung, zur Statik und zum Gerüst selbst aufgestellt. "Das Interesse am Herkules ist groß", sagte Direktor Eissenhauer. Das gelte nicht nur für die Figur, sondern auch für ihren Kopf, der im Zuge der Restaurierungsarbeiten noch bis 29. April im Schloss Wilhelmshöhe ausgestellt ist.
Die Instandsetzung des Herkules-Bauwerks ist Teil des Landeskonzepts zur Neuordnung der Museumslandschaft Hessen Kassel. Die Arbeiten werden in einzelnen Abschnitten vorgenommen und voraussichtlich bis 2011 dauern. Danach werden die Besucher das gesamte Gebäude mit dem Innenhof und seinen Grotten besichtigen können. Insgesamt 20,5 Millionen Euro sind für die Instandsetzung veranschlagt. Hinzu kommen mehr als 450.000 Euro, die von der Kasseler Bürgerschaft im Rahmen einer Stifteraktion zusammengetragen wurden; diese Mittel werden für die Restaurierung der Figur selbst verwendet.
Minister Corts stellte bei seinem Besuch am Herkules auch eine neue Schriftenreihe zum Projekt "Museumslandschaft Kassel" vor. Thema der ersten Ausgabe unter dem Titel "Herkules – Lebendiger Mythos. Eine Sanierung mit Symbolkraft" ist das Kasseler Wahrzeichen. Im Hinblick auf die documenta ist der Infoflyer in besonders hoher Auflage in deutscher und englischer Sprache erschienen. Er ist am Herkules, in den Einrichtungen der Museumslandschaft Hessen Kassel sowie an den Touristinfos im Rathaus und am ICE-Bahnhof Wilhelmshöhe unentgeltlich zu bekommen. Der Flyer ist ebenfalls kostenfrei beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unter der Fax-Nummer 0611/32 32 99 oder per E-Mail unter "pressestelle@hmwk.hessen.de" zu bestellen. Die nächsten Ausgaben, unter anderem zur Sanierung der Löwenburg und zum Parkpflegewerk, sind bereits in Vorbereitung.
Rainer Brill, Kaufmännischer Direktor der mhk, teilte mit, dass der etwa 40 Meter hohe Besucherturm am 26. und 27. April sowie samstags, sonntags und mittwochs und an allen gesetzlichen Feiertagen während der regulären Öffnungszeiten des Bergparks von 10 bis 17 Uhr erstiegen werden kann. Der Besuch ist aus Sicherheitsgründen nur in Begleitung eines geschulten Mitarbeiters der Museumslandschaft Hessen Kassel in Gruppen von maximal 20 Personen möglich. Das Tragen eines Schutzhelms ist erforderlich; der Erwerb des weißen, mit einer Herkules-Silhouette versehenen Helms ist im Eintrittspreis eingeschlossen.
Der Turmbesuch kostet für Erwachsene 10 Euro; für Studierende 7,50 Euro. Jugendliche bis 18 Jahren zahlen fünf Euro. Kinder bis zu einer Größe von 1,50 Meter haben freien Eintritt und müssen auch keinen Helm tragen. Die Erlöse aus dem Eintritt kommen der Sanierung zugute.
Da die Besucherzahl auf dem Turm beschränkt ist, rät Brill dazu, sich frühzeitig Karten zu sichern. Der Vorverkauf ist nur für einen Besuch am gleichen Tag möglich; die Besuchszeit wird dabei zugeteilt. Bei Windstärken von mehr als 30 km/h ist der Aufstieg aus Sicherheitsgründen nicht mehr erlaubt. Wer bereits Karten erworben habe, erhalte in diesem Fall an der Kasse sein Geld zurück.
Auf der Plattform wird als weitere Attraktion eine Abbildung des Herkules aufgestellt. Die Besucher können dort durch ein Loch an der Stelle des Kopfes schauen und sich unentgeltlich mit dem Herkuleskörper fotografieren lassen.
Wer den Aufstieg über rund 170 Treppenstufen auf den Besucherturm scheut, kann dienstags bis sonntags jeweils von 10 bis 17 Uhr die Plattform des Oktogons besteigen. Der Eintritt beträgt dort drei Euro (beziehungsweise für Studierende zwei Euro). Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren ist der Besuch frei.
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