Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 09.02.2012, 11:52
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Neues DIPF-Projekt entwickelt computerbasierte Testverfahren für den Bildungsbereich

Kompetenzcluster bietet Service für anwendungsorientierte Bildungsforschung

Mehr zu: Forschung, Geisteswissenschaften, Informatik, Weiterbildung, Schule
Frankfurt am Main, 22.05.2007 -

Die empirische Bildungsforschung der letzten zehn Jahre ist geprägt von Arbeiten im Bereich der Erfassung von Kompetenzen. Neben einschlägiger Grundlagenforschung haben vor allem international vergleichende Schulleistungsstudien wie TIMSS, PISA und PIRLS und auch die Studien "International Adult Literacy Survey" (I-ALS) und "Adult Literacy and Lifeskills Survey" (ALL) in der Erwachsenenbildung das Thema in den Vordergrund gerückt. Um Kompetenzen zu erfassen und zu bewerten, müssen die entsprechenden diagnostischen Instrumente und Methoden ausdifferenziert und optimal aufeinander abgestimmt sein. Computerbasierte Testverfahren bieten dafür gute Voraussetzungen - für die wissenschaftliche Arbeit in der Bildungsforschung allerdings müssen sie erst erschlossen und angepasst werden. Mit dem neuen BMBF-geförderten Projekt "Technology Based Assessment" (http://www.dipf.de/bildungsinformation/bildungsinformation_tba.htm) erarbeitet das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (http://www.dipf.de) eine Forschungs- und Entwicklungsstruktur für technologiebasierte Testverfahren, die verschiedene Assessment-Anforderungen berücksichtigen und unterstützen wird.

Es sind nicht nur international vergleichende Schulstudien wie TIMSS und PISA, die von einer Weiterentwicklung solcher technologiegestützter Testverfahren profitieren können. Bildungsforschung und Bildungspraxis liefern auch in anderen Bereichen gute Gründe für ihren Einsatz. Drei Beispiele: Universitäten können künftig jährlich unter hunderttau-senden von Studierenden die geeigneten Bewerber auswählen - dafür ist die Entwicklung und Implementierung adäquater Testinstrumente unerlässlich. Mit der Idee des Lebenslangen Lernens sind Bestrebungen verknüpft, formales und nicht-formales Lernen zu erfassen - auch dafür sind neue technologiebasierte Instrumente sinnvoll. Und, nicht zuletzt, müssen in Firmen und Bildungsstätten sowohl interne als auch - sich entwickelnde - europaweite Zertifizierungsanforderungen berücksichtigt werden.

Beim Aufbau einer Forschungs- und Entwicklungsstruktur für Technology Based Assessment spielen spezifische Kontextbedingungen deshalb eine nicht geringe Rolle. Im Projekt werden deshalb unterschiedliche Lernkontexte segmentiert: Neben Vorschule, Schule, Berufliche Bildung, Hochschule, Weiterbildung und dem Lebenslangen Lernen wird zusätzlich die Grundlagenforschung als eigenständiges Anwendungsfeld mit einbezogen. Die sich in den jeweiligen Anwendungsfeldern ergebenden spezifischen Probleme sollen also nicht partikulär gelöst werden, sondern vom im Projekt erarbeiteten Know-how, den Beratungserfahrungen und dem Prozesswissen profitieren. Eine enge Anbindung an die Grundlagenforschung im Bereich der pädagogisch-psychologischen Diagnostik besteht insbesondere durch das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Schwerpunktprogramm "Kompetenzmodelle zur Erfassung individueller Lernergebnisse und zur Bilanzierung von Bildungsprozessen" (http://www.kompetenzdiagnostik.de), das am DIPF koordiniert wird.

Die Forschungs-, Entwicklungs- und Implementierungsarbeiten zu diesem Projekt werden von den DIPF-Arbeitseinheiten "Bildungsqualität und Evaluation" (http://www.dipf.de/bildungsforschung/qualitaetssicherung.htm) und "Informationszentrum Bildung" (http://www.dipf.de/bildungsinformation.htm) ausgeführt. Über diese sowohl disziplinen- als auch arbeitseinheitsübergreifende Projektstruktur entsteht auf der technischen Ebene ein fundiertes Wissen über den Aufbau von Hard- und Software eines solchen computergestützten Assessments; wichtige Erkenntnisse über das Messen von unterschiedlichen Kompetenzen und Lernfortschritten werden dagegen auf der erziehungswissenschaftlichen Ebene erzielt. Mit dem dabei entstehenden Kompetenzcluster unterstützt das DIPF die Aktivitäten der nationalen Bildungsforschung und erweitert seine Serviceleistungen für die Erziehungswissenschaft grundlegend.

Informationen und Kontakt
Dr. Thomas Martens, Tel. 069/ 24708-304, E-Mail (Testentwicklung)
Dr. Heiko Rölke, Tel. 069/24708-315, E-Mail (Technologie)

Das DIPF gehört mit 83 anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Leibniz-Gemeinschaft. Das Spektrum der Leibniz-Institute ist breit und reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften und Museen mit angeschlossener Forschungsabteilung. Die Institute arbeiten nachfrageorientiert und interdisziplinär. Sie sind von überregionaler Bedeutung, betrei-ben Vorhaben im gesamtstaatlichen Interesse und werden deshalb von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Näheres unter http://www.wgl.de

Weitere Informationen finden Sie unter

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

3ad33a0acee118d16c17522a80b80f7473a7e1d8
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Schule

Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung

Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...

Sonderthemen

Kritik an mangelnder Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland

Berlin, 08.02.2012. (hib/AW) Das Deutsche Institut für Menschenrechte übt schwere Kritik an der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Deutschland. Der Institutsmitarbeiter Hendrik Cremer begrüßte zwar am Mittwoch Vormittag vor dem Familienausschuss, dass Deutschland die bei der Ratifizierung abgegebene ...

Kindergarten / Vorschule

EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld

03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

NEU bei didacta-bildungsklick.tv: CookUOS 2011/12

ANZEIGEN

Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung