Mediadaten | Impressum | Feedback | RSS | Mobil | Newsletter
Letzte Änderung: 25.05.2012, 16:56
  • Delicious_bw
  • Studivz_bw
  • Facebook_bw
  • Twitter_bw
  • Drucken-grau
  • Versenden-grau

Schavan: "Wir brauchen eine verlässliche Wissensbasis"

Europäische Bildungsminister stärken gezielte Datenerhebung als Grundlage für effiziente Bildungspolitik

Mehr zu: Europa, Schavan, Schulabbrecher, Weiterbildung, Hochschule, Berufliche Bildung, Schule
Brüssel / Berlin, 25.05.2007 -

"Wir sind in Europa auf gutem Weg, die Qualität unserer Bildungssysteme an ihren konkreten Ergebnissen zu messen", sagte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Freitag zum Abschluss des EU-Bildungsministerrats in Brüssel. Die Bildungsminister der Europäischen Union haben dort fünf europäische Zielmarken bestätigt, die Voraussetzung für eine Wissensgesellschaft sein müssen: Diese Indikatoren beziehen sich auf die Schulabbrecherquote, die Leseleistung, die Schulabschlüsse, die Anzahl der Hochschulabsolventen mathematischer, naturwissenschaftlicher und technischer Fächer sowie die Erwachsenenbildung.

Die europäischen Bildungsminister waren sich in Brüssel einig, dass Forschung und Evaluierung im Bildungsbereich stärker für Politik und Praxis herangezogen werden müssen. Europaweit vergleichbare Daten und Fakten, so die Minister, seien Grundlage für eine innovative Bildungspolitik und ein Gradmesser für die Reformen der nationalen Bildungssysteme.

Außerdem betonten die Minister die Notwendigkeit empirischer Bildungsforschung als solide Grundlage für eine zielgerichtete und effiziente Bildungspolitik in Europa. Die Rolle der empirischen Bildungsforschung - die mit aus der Erfahrung gewonnen Erkenntnissen arbeitet - ist auf europäischer Ebene im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft wesentlich gestärkt worden. "Erfolgreiche Bildungspolitik und Bildungsplanung brauchen eine verlässliche und systematisch erarbeitete Wissensbasis. Dies haben nicht zuletzt internationale Vergleichsuntersuchungen wie Pisa gezeigt", so Schavan. Die Ministerin sagte, die gezielte Erhebung von Daten aus der Bildung und deren Auswertung seien wichtige Grundlagen für politische Entscheidungen. So haben sich die EU-Bildungsminister vor vier Jahren das gemeinsame Ziel gesetzt, den Anteil der Absolventen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften bis 2010 um 15 Prozent zu erhöhen - dies ist nun erreicht.

Schavan hob den wesentlichen Beitrag der Forschung zur Verbesserung der europäischen Bildungssysteme im Rahmen der Lissabon-Strategie hervor: "Die europäische Bildungspolitik steht vor großen Herausforderungen, wenn wir die EU zu einem wissensbasierten und zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum der Welt machen wollen. Diesen Herausforderungen können wir nur begegnen, wenn gesicherte Erkenntnisse aus der Wissenschaft Grundlage für unsere politischen Entscheidungen sind."

In ihren Schlussfolgerungen sprachen sich die Bildungsminister dafür aus, die bereits bestehenden Gradmesser - oder Indikatoren - zu verbessern und neue Indikatoren in der allgemeinen und beruflichen Bildung schrittweise einzuführen. Die aktuellen Entwicklungen in der europäischen Bildungspolitik gehen auf den Europäischen Rat von Lissabon im März 2000 zurück. Dort haben sich Europas Staats- und Regierungschefs ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis zum Jahr 2010 soll die EU zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden. Um die Lissabon-Ziele zu erreichen hat der EU-Bildungsministerrat im Jahr 2002 sein bis 2010 reichendes gemeinsames Arbeitsprogramm "Allgemeine und Berufliche Bildung" beschlossen. Zentrale bildungspolitische Zielsetzungen sind etwa die Verbesserung der Qualität der nationalen Bildungssysteme und ein erleichterter Zugang zur Bildung für alle Bürger.

Um dabei die europäischen Fortschritte in der allgemeinen und beruflichen Bildung zu messen, werden sogenannte Indikatoren herangezogen. Mit den Indikatoren werden regelmäßig Daten der Mitgliedstaaten im Bildungsbereich erhoben - etwa die Teilnahme der Bevölkerung an Weiterbildungsmaßnahmen.

Weitere Informationen zur europäischen Bildungspolitik und zur deutschen EU-Ratspräsidentschaft finden Sie im Internet unter: www.bmbf.de und www.eu2007.de.

Ansprechpartner

0 Kommentare (es gelten unsere Kommentarregeln)

Hinweis
  • Ein Enter führt zu Zeilenumbruch.
  • Hyperlinks bitte grundsätzlich mit "http://" beginnen (also z.B. http://bildungsklick.de/).
  • Kein HTML unterstützt.

Ihr Kommentar:

Ihr Name:
Ihre E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht):
Durch die Eintragung Ihrer E-Mail erkennen Sie die Kommentarregeln an.

7b5c1c2a54bd15c8f2b4503afa9394d3dd1a4b9a
Bitte den Text aus dem Bild eingeben:


MELDUNGEN AUS DEN RESSORTS

Hochschule

Elixiere der Exzellenz

25.05.2012. (Deutsche Universitätszeitung) Sie sind die Zukunftshoffnung mancher Universitäten: die Institutes for Advanced Studies. Konzipiert als Kreativlabore der Spitzenforschung, leben einige von ihnen vom Geld der Exzellenzinitiative. Doch was wird, wenn diese Quelle im Jahr 2017 versiegt und der Bund ...

Schule

Sitzen bleiben bringt nichts

25.05.2012. (red/ots) - In vielen Familien leuchtet in diesen Wochen die Alarmstufe Rot. Der Grund: Bald gibt es Zeugnisse - und bei manchen droht die "Ehrenrunde". Genau diese würde Klaus Wenzel gern abschaffen. Warum erklärt der Vorsitzende des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes im Interview mit ...

Sonderthemen

Inklusionsfilm heute im Ersten

23.05.2012. (red/pm) Nach seiner erfolgreichen Ausstrahlung im vergangenen Dezember auf BR-alpha wird der Film INKLUSION – GEMEINSAM ANDERS nun auch im Ersten gezeigt, und zwar heute um 20:15 Uhr. Paul (Max von der Groeben) ist ein sportlicher, aber geistig leicht zurückgebliebener Junge. Steffi (Paula ...
in

Elementarbereich NRW | Medienschau Bildung

Meine Schulzeit auf didacta-bildungsklick.tv


Society in Science unterstützt postdoc Studenten überall auf der Welt. Unser Ziel ist Förderung der Forscher/innen.
ANZEIGE
Aktuelle Kommentare
Ein Tag Ein Preis Ein Deal. Marken-Schulranzen bis zu unglaublichen 80% reduziert. Scout, McNeill, Espri... und vieles mehr.
ANZEIGE
Unser Partner in Österreich
Bildungaktuell
Das eMagazin für Management, Personalwesen und Weiterbildung