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Letzte Änderung: 25.05.2012, 16:56
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Kunst und ihre Vermittlung: Kommunikative Uni-Kassel-Projekte zur d12

Mehr zu: documenta 12, Sonderthemen
Kassel, 11.06.2007 -

An die 500 Videoclips mit Statements zu Fragen aktueller Kunst und eine virtuelle documenta-Datenbank im Blogformat, die mit dem Palmenhain 2.0 auch ganz real mitten im Zentrum der d12 vor Ort ist, außerdem Kunstsprachanalyse mit permanent discussion und ein kreatives Gedankenexperiment zur selbst erschaffenen documenta - vier Projekte der Universität Kassel und der Kunsthochschule Kassel arbeiten derzeit über documenta-Kunst und deren Kommunikation.

documenta-dock.net: interaktive Internetplattform zur documenta

www.documenta-dock.net ist eine interaktive Internetplattform zur documenta, die von einer Gruppe Studenten aus den Studienbereichen Kunstwissenschaft, Kunstpädagogik und Neue Medien gemeinsam entwickelt und betrieben wird. Unter dem Motto "questions about art - explore, ask, inspire" soll die besucherorientierte Website Schülern und interessierten Laien den theoretischen 'Überbau' der documenta 12 und von zeitgenössischer Kunst allgemein vermitteln. Ausgangspunkt sind über 100 Video-Interviews, die mit Fragen und Themenfeldern verbunden und so erweitert werden. Inhaltlicher Bezug sind die drei offenen Fragen der documenta 12: Ist die Moderne unsere Antike? Was ist das bloße Leben? Was tun?

Projektziel ist ein Fundus von spannenden, erkenntnisreichen Aussagen und künstlerischen Beiträgen, die als Videoclips präsentiert werden, und die durch die spielerisch konzipierte Benutzeroberfläche und die Verschlagwortung ein müheloses Eintauchen in die gedanklichen Weiten zeitgenössischer Kunst ermöglichen sollen. Zudem können die Benutzer kleine Sammlungen ausgewählter Clips anlegen, die eigene Erkundungswege abbilden und die mit Statements kommentiert werden können. Besucher haben dadurch die Möglichkeit, eigene Spuren im documenta-dock.net zu hinterlassen und andere Nutzer zu inspirieren, es ihnen gleich zu tun. Am 20. Juni geht die Plattform online. Schon jetzt gibt es mit der Teaser Webseite auf documenta-dock.net einen Vorgeschmack auf ihre Dimensionen.

Documenta12blog und Palmenhain 2.0: Datenbank, virtuelles Bild und realer Ort der Kontemplation

Seit Juli 2006 haben Lars Roth und Prof. Rolf Lobeck, beide Lehrende im Bereich Visuelle Kommunikation, die virtuelle Datenbank Documenta12blog.de mit Informationen über das Kunstereignis documenta 12 gefüttert. Kommentierte Pressemeldungen, auditive Dokumentationen von Vorträgen und Pressekonferenzen, Fotos, Videos und eigene Texte finden dort ihren Platz. Und natürlich: es wird gebloggt - Besucher können jeden Beitrag kommentieren, so dass die Inhalte der Internetseite immer zur Diskussion stehen. Mit dem virtuellen Archiv des Documenta12blog soll langfristig die gesamte Entwicklung der d12 selbst, aber auch ihre wissenschaftliche Nachbearbeitung dokumentiert und zur Diskussion gestellt werden.
"Wir haben zum ersten Mal die Möglichkeit, ein virtuelles Bild der documenta zu schaffen. Dabei interessiert uns auch das Leben im "Bannkreis" der Ausstellung. Je mehr Leute sich daran beteiligen, desto detailgetreuer wird es", sagt Hauptblogger Lars Roth. Er rechnet bis spätestens Ende Juni mit einem starken Anstieg der festen Autoren. Zurzeit verzeichnet die Website zirka 20.000 Besucher pro Monat. Zusätzlich zum virtuellen Projekt wird es während der documenta 12 im Innenhof vom Kulturhaus Dock 4 den Palmenhain 2.0 geben. Dieser Raum der realen und digitalen Kommunikation mitten im Zentrum der d12 dient dem Projekt als Schnittstelle zwischen Internet und Realität, gleichzeitig aber auch als Ort der Kontemplation. Jeder documenta- Besucher kann sich dort mit eigenem Laptop ins Netz einklinken, sich über die documenta 12 austauschen oder einfach entspannen und nachdenken. Wer sich an der Gestaltung des virtuellen documenta-Bildes beteiligen will, kann sich vor Ort direkt an die Initiatoren wenden.

Kunst - Sprache - Öffentlichkeit. Kommunikationsraum documenta 12

Der Kommunikation über Kunst widmet sich das sprachwissenschaftliche Projekt "Kunst - Sprache - Öffentlichkeit. Kommunikationsraum documenta 12": Welche Sprache verwenden die Organisatoren der documenta 12, wenn sie über das Kunstereignis berichten? Und können sie mit dieser Sprache ihre künstlerischen Anliegen erfolgreich vermitteln? Der Sprachanalyse folgt eine Befragung zur Verständlichkeit der Sprache des Kunstbetriebs und eine permanent discussion: Sechs Tage lang unterhalten sich Experten (Vertreter der Medien und des Kunstbetriebs) und Besucher der Ausstellung im "Gesprächsraum Kunstsprache" über die Sprache des Kunstbetriebs, ihre Verständlichkeit und Möglichkeiten der Vermittlung von Kunst. Die Diskussion soll "fluktuieren": Jederzeit können Gesprächsteilnehmer neu hinzukommen. Termine: 13., 20. und 27. Juli, 3. August, 3. und 21. September, jeweils 14 bis 20 Uhr in der documenta-Halle mit dem Expertengespräch von 16 bis 19 Uhr.

Zusätzlich finden im September vier Foren unter Beteiligung von Vertretern der documenta 12, der Medien, der Ausstellungsbesucher sowie Schülerinnen und Schülern verschiedener Kasseler Schulen statt. Termine der Dialogtage "Kunst vermitteln. Die Sprache einer Ausstellung": 14. bis 16. September.

Die Homepage www.spracheundkunst.de wird zur Eröffnung der documenta 12 am 16. Juni freigeschaltet.

basis-box.de/personal-documenta: Im Internet die eigene documenta entwerfen

Ein kreatives Gedankenexperiment hat der Kunstlehrende Martin Dege mit seinem Blog www.basis-box.de/personal-documenta in Gang gebracht: Was wäre, wenn man selbst der nächste documenta-Chef wäre? Wie sähen die Kunstwerke aus? Wer wäre als Künstler mit dabei? Welche Orte sollen "bespielt" werden? Mitmachen kann jeder, der seine neuen Ideen zur documenta im Blog diskutieren möchte.

km

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