Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Interessen der Beschäftigten werden gewahrt
Äußerungen von Dr. Thomas Spies zur Entwicklung der Personalsituation am Universitätsklinikum Gießen und Marburg sind unzutreffend
Mehr zu: Hessen, KITA, Personalvertretung, Weiterbildung, HochschuleSeit dem Übergang der Universitätsklinika Gießen und Marburg an die Rhön-Klinikum AG im Februar 2006 sind im Zeitraum bis Februar 2007 nach Angaben von Rhön und der Geschäftsleitung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg GmbH 3,9 Prozent der Stellen abgebaut worden – knapp 280 von insgesamt über 7.000. Ein Teil der Mitarbeiter sei in ein Beschäftigungsverhältnis mit der Universität übergegangen; sodass sich die Zahl nochmals reduziere. Die von dem SPD-Abgeordneten Dr. Thomas Spies nach einem Gespräch mit Personalvertretern des Klinikums genannte Zahl von neun Prozent ist somit nicht zutreffend.
Das gelte auch für die Behauptung, es sei keine Vorsorge zur Wahrung der Interessen der Mitarbeiter getroffen worden. Ausdrücklich wurde in dem mit der Rhön-Klinikum AG geschlossenen Vertrag festgelegt, dass betriebsbedingte Kündigungen von Mitarbeitern bis 31. Dezember 2010 ausgeschlossen seien. Rhön hat zudem einen Sozialfonds von 30 Millionen Euro eingerichtet, der vor allem für Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen der Beschäftigten verwandt wird. Die Mitarbeiter erhalten so die Möglichkeit, durch Wahrnehmung von Fortbildungsangeboten einen längerfristig sicheren Arbeitsplatz zu erreichen. Ein weiteres Element zur umfassenden Regelung der Arbeitnehmerinteressen ist ein jährlicher Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro zum Betrieb der Kindertagesstätte.
Die Zahl der Patienten im Universitätsklinikum Gießen und Marburg ist 2006 gestiegen, und zwar um 1.400 oder 3,6 Prozent am Standort Gießen und um 800 oder zwei Prozent am Standort Marburg. Dies zeigt, dass Hessen mit der Privatisierung den richtigen Weg eingeschlagen hat und das privatisierte Universitätsklinikum auch von den Bürgern angenommen wird. Eine von Rhön in Angriff genommene Analyse der Betriebsabläufe soll zu neuen, und noch patientenfreundlicheren Ablaufstrukturen führen. Selbstverständlich spielt die Sicherung der Produktivität dabei eine Rolle. Die Rhön-Klinikum AG arbeitet nach wirtschaftlichen Kriterien; das bedeute aber nicht, dass Mitarbeiter- und Patienteninteressen vernachlässigt würden. Schließlich seien gerade für ein Klinikum motivierte und engagierte Mitarbeiter ein wesentlicher Faktor der Wirtschaftlichkeit.
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