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DFG: Keine Schöpfungslehre im Biologieunterricht

Förderorganisation spricht sich für naturwissenschaftliche Behandlung der Evolution aus

Mehr zu: Forschung, Naturwissenschaften, Religion, Schule
Bonn, 04.07.2007

Mit Sorge betrachtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die jüngsten Äußerungen der hessischen Kultusministerin Karin Wolff zur möglichen Aufnahme der Schöpfungslehre in den Biologieunterricht an hessischen Schulen. "Die Schöpfungslehre eignet sich nicht zur Beschreibung der Evolution", sagte der Vizepräsident der größten deutschen Forschungsförderorganisation, der Würzburger Molekularbiologe Professor Jörg Hinrich Hacker, als Reaktion auf die bekannt gewordenen Überlegungen der Ministerin.

Gerade in jüngster Zeit haben die Molekularbiologie und insbesondere die Genomforschung entscheidende neue Einsichten in die Prozesse der Evolution geliefert, betonte Hacker. So hätten Genomforscher herausgefunden, dass über Wege des horizontalen Gentausches Erbgut zwischen verschiedenen Arten übertragbar ist. "Diese Prozesse haben elementar zur Entstehung und Weiterentwicklung von biologischen Arten beigetragen", sagte Hacker: "Erkenntnisse wie diese machen eine naturwissenschaftlich fundierte Behandlung der Evolution im Schulunterricht umso notwendiger." Dies schließe eine ethische Bewertung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse und ihrer Anwendungen gerade im Bereich der Biomedizin keineswegs aus.

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