GEW Hessen
"Schöpfungsmythen haben im Biologieunterricht nichts zu suchen"
GEW Hessen bekräftig Kritik an der Forderung von Ministerin Wolff
Mehr zu: Deutschland, Europa, Hessen, Naturwissenschaften, Religion, Schule"Kultusministerin Wolff verwechselt das Kultusministerium in Hessen scheinbar mit einer Kanzel, wenn sie fordert, im Biologieunterricht christliche Werte und Schöpfungsmythen zu unterrichten", sagte Karola Stötzel, stv. Landesvorsitzende der GEW Hessen anlässlich der aktuellen Fragestunde zur Schöpfungslehre im Biologieunterricht im Hessischen Landtag.
Gerade vor dem Hintergrund drängender Umweltprobleme oder rasanter wissenschaftlicher Entwicklung im Bereich von Genetik und Evoltionsbiologie und ihres umstrittenen Einsatzes müssen Kinder und Jugendliche verstärkt an naturwissenschaftliches Denken und Wissen - auch und gerade in Biologie - herangeführt werden.
Unbestritten müssen in Biologie und anderen naturwissenschaftlichen Fächern ethisch-normative Fragen diskutiert werden, um Kindern und Jugendlichen die komplexen Wechselwirkungen von wissenschafts-technischen Errungenschaften und Gesellschaft sowie ihre Folgen für die Natur begreiflich zu machen. Unbestritten müssen sie dazu über weit mehr Wissen als Glauben verfügen, um eine Perspektive für deren Beherrschung durch den Menschen und Gestaltungsfähigkeit zu erhalten.
Nicht wider- oder belegbare religiöse Glaubensfragen widersprechen der methodischen Basis eines jeden wissenschaftlichen Unterrichts, der nachprüfbare Forschungsergebnisse zu seiner Grundlage hat. Sie im Biologieunterricht neben der Evolutionstheorie lehren zu sollen, bedeutet mindestens antiaufklärerischen, irrationalen Tendenzen Vorschub zu leisten.
Eindringlich hat zuletzt der Kulturausschuss des Rates der Europäischen Union vor dem Eindringen christlich-fundamentalistischer Ideologien in europäischen Schulen gewarnt und in diesem Zusammenhang bereits die Haltung der Hessischen stv. Ministerpräsidentin kritisiert.
Fachwissenschaftler und Sektenbeauftragte warnen auch in Deutschland davor, dass immer mehr Kinder von fundamental-religiösen Eltern wegen des Sexualkundeunterrichts, gemischt-geschlechtlichen Sportunterrichts und der Evolutionstheorie von Schulen abgemeldet werden.
"Die Kultusministerin täte gut daran, sich mit solchen unausgegorenen und die Tatsachen verschleiernden Vorschlägen zurückzuhalten und zu einer rationalen Auseinandersetzung zurückzufinden, wie sie in hessischen Schulen gebraucht wird", so Karola Stötzel abschließend.
Ansprechpartner
Sonderthemen
"Die Chancen einer weltweiten Lerngesellschaft"
09.02.2012. Unter dem Motto "Weltsprache Bildung" beteiligt sich das Goethe-Institut an der größten Bildungsfachmesse in Europa, der didacta in Hannover. Im Interview spricht Dr. Matthias Makowski, Leiter der Abteilung Sprache des Goethe-Instituts, über multimedial vernetztes Lernen und Lehren im Zeitalter ...Schule
Österreich: Fortgesetzte Reformen wichtig für Qualität und Chancengleichheit in Bildung
Paris/Berlin, 09.02.2012. Die Leistungen österreichischer Schüler hängen stärker von der sozialen Herkunft ab als in vielen anderen Industrieländern. Der heute veröffentlichte OECD-Bericht "Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students and Schools" appelliert daher, bereits begonnene Reformen ...Kindergarten / Vorschule
EU-Kommission rügt deutsches Betreuungsgeld
03.02.2012. (dpa) – Die EU-Kommission rügt die deutschen Pläne zur Einführung eines Betreuungsgeldes. "Die EU-Kommission ist überrascht zu erfahren, dass es Ideen gibt, Frauen zu ermutigen, zu Hause zu bleiben", sagte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Laszlo Andor am 1. Februar in Brüssel. "Es gibt ...- „Das Ipad in der Schule wird die Art des Unterrichtens revolutionieren und sicher Lehrern wie Schülern Spaß machen.“
- D. Helmerich zu Schulbücher in USA auf dem iPad
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|










didacta - die Bildungsmesse



Newsletter
Feedback