Verband Bildungsmedien e.V.
Schulbuchverlegerverband weist Forderung nach "Einheitsschulbuch für alle" zurück
Mehr zu: Deutschland, Schavan, Schulbuch, Unterrichtsmaterial, SchuleDer VdS Bildungsmedien weist jedwede Gedankenspiele um ein "Einheitsschulbuch" für alle Schüler in Deutschland als politisch abwegig und aus pädagogisch-didaktischen Gründen auch nicht wünschenswert zurück. Schulbücher transportieren nicht einfach Inhalte, die in den Lehrplänen der Länder festgeschrieben sind, sondern sie vertreten unterschiedliche Lernwege und methodisch-didaktische Ansätze. Gerade nach PISA werden diese verschiedenen Lösungswege von den Schulen für die Bewältigung ihrer je eigenen Unterrichtssituationen in verstärktem Maße nachgefragt. Die Verlage bieten hierzu miteinander konkurrierende Ansätze. Dieser Wettbewerb um die besseren Ideen und Konzepte trägt zur Optimierung und Reform von Schule und Unterricht bei.
Mit seiner Stellungnahme reagiert der Verband, der die 84 Schulbuchverlage und Hersteller von Bildungsmedien in Deutschland vertritt, auf die in den Medien kolportierte Forderung von Bundesbildungsministerin Dr. Annette Schavan nach einem "Einheitsschulbuch" für ganz Deutschland. Der Verband betont, dass er sich nicht vorstellen kann, dass Bundesbildungsministerin Schavan mit ihrem Interview im Tagesspiegel Vereinheitlichung statt pädagogisch-didaktische Vielfalt fordern will. Er geht von einem Missverständnis aus.
Grundsätzlich unterstützt der Verband die Forderung der Bundesbildungsministerin nach mehr Vergleichbarkeit zwischen den Ländern. Die Situation vieler verschiedener Länderausgaben von Lehrwerken ist für die Verlage aufwändig, insbesondere für Bundesländer mit kleinen Schülerpopulationen. Mit der Verabschiedung von nationalen Bildungsstandards in der Kultusministerkonferenz hat aber der Prozess der Angleichung von Bildungszielen begonnen. Dieser Prozess müsse fortgeführt werden und sollte nach der Föderalismusreform nicht abreißen.
Derzeit werden die nationalen Bildungsstandards in die Bildungspläne der einzelnen Länder eingeführt. Der Verband hofft, dass es dann bei Lehrplanreformen zu mehr Abstimmungen über Ländergrenzen hinweg kommen wird. Dass dies möglich ist, haben die Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren bei ihren gemeinsamen Bildungsreformen bewiesen.
Pressekontakt zu dieser Meldung
Pressekontakt:
Rino Mikulic
VdS Bildungsmedien e.V.
Zeppelinallee 33
60325 Frankfurt am Main
Telefon: 069/703075
Telefax: 069/70790169
E-Mail:
7. Reckahner Bildungsgespräche: Wie kann Inklusion gelingen?
Frankfurt a.M.,
14.05.2012.
Zum siebten Mal veranstaltete der Verband Bildungsmedien e. V. die Reckahner Bildungsgespräche, die am 10. und 11. Mai in Reckahn und Potsdam stattfanden. 65 Teilnehmer aus Wissenschaft, Schulpraxis, Lehrerbildung, Politik und Bildungsverlagen diskutierten kontrovers über das Thema Inklusion. ...
Länder und Bildungsmedienverlage: "Neue Lösung für Nutzung digitaler Bildungsmedien wird kommen"
Frankfurt am Main,
07.05.2012.
Die deutschen Bildungsmedienverlage und die Bundesländer haben sich darauf verständigt, eine neue Lösung für die Nutzung digitaler Bildungsmedien zu erarbeiten. Diese wird sich an der Schulpraxis und am Alltag der Lehrkräfte orientieren. Sie soll den rechtlichen Rahmen vereinfachen und ...
"Bildungskongress in Köln eröffnet Perspektiven für die Schul- und Unterrichtsentwicklung"
Köln,
12.03.2012.
Mehr als 1.000 Lehrerinnen und Lehrer haben sich am 10. März in Köln getroffen, um auf dem Bildungskongress "Lernen vielfältig gestalten. Differenzieren – Fördern – Herausfordern" Anregungen für ihre Schulpraxis zu erhalten. Der Kongress mit 53 Einzelveranstaltungen und mehr als 30 ...
- „Von 1965 bis 1975 gab es den Deutschen Bildungsrat. Dieser wurde von den Politikern aufgelöst, als er zu fortschrittlich wurde ....“
- MRotermund zu Nationaler Bildungsrat gefordert
- „Sprachstandsfeststellung? Ok! Aber doch nicht so!“
- Philsmom zu Sprachtests in NRW: Es geht nicht um die Kinder
Aktuelle Lernhilfen
|
Aktuelle Lernhilfen finden
ein Service von lernklick.de
|







Interviews -



Newsletter
Feedback