Die ´documenta 12´ ist am Montag, den 6. August, im Rahmen des bundesweiten Standortwettbewerbs "Deutschland - Land der Ideen" einer von 365 ausgewählten Orten in der Bundesrepublik. Beworben hatten sich die Veranstalter mit dem Projekt ´1 + 1´ unter Schirmherrschaft des documenta-Beirates, wobei Besucher Karten spenden, die an soziale Einrichtungen in Kassel weitergegeben werden. Zur documenta-Halbzeit wird eine Zwischenbilanz des Projektes gezogen und drei Gruppenführungen mit Teilnehmern aus den geförderten Kasseler Institutionen durchgeführt. Mit dem Projekt ´1 + 1´ wird zugleich ein Leitmotiv dieser documenta "Bildung – was tun" praktisch umgesetzt.
Minister Udo Corts würdigte das Anliegen, das Thema Kunst auf diese Weise an die Menschen heranzutragen. Er wies aber auch auf die Bedeutung der documenta für die Wahrnehmung von Hessen und der Region Kassel national und international hin: "Ein von den Veranstaltern vermeldeter neuer ´Halbzeit´-Besucherrekord zeigt, wie groß das Interesse an der Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst ist. Davon profitiert Kassel mit seiner einzigartigen Museumslandschaft."
Symbol der Museumslandschaft Kassel ist der Herkules im Bergpark Wilhelmshöhe, der derzeit saniert wird. Bis zum Jahr 2014 investiert das Land Hessen 200 Millionen Euro in die Neuordnung und Weiterentwicklung der einmaligen Kasseler Museumslandschaft. Neben dem Herkules und den Brüdern Grimm ist die documenta eine der drei prägenden "Marken".
Seit 1955 wird die documenta im Turnus von fünf Jahren veranstaltet und zählt zu den renommiertesten und wichtigsten Foren zur Darstellung zeitgenössischer Kunst weltweit. Die auch als ´Museum der 100 Tage´ bezeichnete diesjährige documenta 12 steht unter der Leitung von Roger Buergel und Ruth Noack.