Niedersächsisches Kultusministerium
Niedersächsischer Kultusminister unterstützt mittelfristig bundesweites Zentralabitur
Busemann : "Sorgfältige Vorbereitung erforderlich"
Mehr zu: Föderalismus, Gymnasium, Klausuren, Niedersachsen, Zentralabitur, SchuleDer Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann unterstützt Überlegungen, in einigen Jahren bundesweit einheitliche schriftliche Abiturprüfungen durchzuführen. "Wir haben in Niedersachsen mit der Einführung des Zentralabiturs sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Qualität des vorangehenden Unterrichts und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse haben sich deutlich gesteigert. Das ist ein Modell, das sich auch bundesweit etablieren lässt", so Busemann.
Wichtig sei es allerdings, das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen: "Wenn wir das gemeinsam machen wollen, so sind eine ganze Reihe von Vorarbeiten erforderlich. Erst wenn die Schülerinnen und Schüler bundesweit gut vorbereitet sind, sich erfolgreich einheitlichen Anforderungen in der Prüfung zu stellen, kann es damit losgehen." Busemann nannte als ersten Schritt in die richtige Richtung die kürzlich von der KMK in überarbeiteten Fassungen verabschiedeten, für alle Länder verbindlichen, fachbezogenen "Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung". Diese hätten bereits indirekt den Status von Bildungsstandards für die Gymnasiale Oberstufe.
Darüber hinaus komme es aber darauf an, auch den der Abiturprüfung in den letzten beiden Jahren vorausgehenden Unterricht in den thematischen Schwerpunktsetzungen stärker vergleichbar zu machen, so wie es innerhalb der einzelnen Bundesländer mit Zentralabitur z. B. mit "Schwerpunkt- oder Sternchenthemen" jetzt bereits erfolge.
"Vor allem halte ich es für geboten, vor dem ersten bundesweiten Zentralabitur erste bundesweit vergleichbare Klausuren im Unterricht zu schreiben und daraus Erfahrungen zu gewinnen, ohne dass dies gleich prüfungsrelevant ist", so Busemann. Die Schülerinnen und Schüler hätten dadurch Übungsmöglichkeiten, zugleich würde dadurch der Unterricht auch mit strukturiert. "Bundesweites Zentralabitur ja, aber richtig und sorgfältig vorbereitet – das muss unsere Devise sein", so Busemann abschließend.
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