Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
GEW: Vernünftige Lern- und Arbeitsbedingungen wichtiger als bundesweites Zentralabitur
Mehr zu: Gymnasium, SchuleZu den Forderungen der drei Ministerpräsidenten nach einem bundesweiten Zentralabitur erklärte die stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marianne Demmer, heute in Frankfurt am Main: "Ich halte die ganze Angelegenheit für ein großes Ablenkungsmanöver von den eigentlich wichtigen Problemen, die es im Schulbereich zu bearbeiten gilt."
Die Frage der bundesweiten Vergleichbarkeit sei gerade im Gymnasialbereich kein Problem, wie beide PISA-Studien gezeigt hätten. Zudem gebe es seit vielen Jahren Einheitliche Prüfungsanforderungen (EPA) der Kultusministerkonferenz für das Abitur. Die KMK habe mithilfe dieser EPAs untereinander Verfahren entwickelt, die das Abitur bundesweit vergleichbar machen. Diese Standards würden auch regelmäßig weiterentwickelt.
Die stellvertretende Vorsitzende der GEW bezeichnete die "überstürzte Verkürzung der Gymnasialschulzeit auf zwölf Jahre" als das "eigentliche Problem der Gymnasien".
Demmer: "Statt im Sommerloch ein neues Fass aufzumachen, sollten die Ministerpräsidenten sich lieber dafür einsetzen, dass die Lehrpläne an die verkürzte Schulzeit angepasst werden und Schüler und Lehrer vernünftige Lern- und Arbeitsbedingungen bekommen."
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