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GEW: "Kein Grund für Kultusminister, in Euphorie auszubrechen"

Bildungsgewerkschaft zu PISA- und IGLU-Ergebnissen

Mehr zu: Bildungschancen, IGLU-Studie, PISA (Studie), Schule
Frankfurt am Main / Berlin, 29.11.2007 -

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Kultusminister davor gewarnt, nach den neuen Ergebnissen der Schulleistungs-Studien PISA und IGLU zu euphorisch zu werden. Dies gelte insbesondere für die bisher bekannt gewordenen PISA-Resultate.

"Die großen Probleme des deutschen Schulsystems sind noch längst nicht gelöst. Offenbar haben sich die deutschen Schüler beim PISA-Test in Naturwissenschaften zwar verbessert - Rückschlüsse für die Lese- und Mathekompetenz lassen sich daraus jedoch nicht ziehen. Es ist zu befürchten, dass PISA noch einmal das Kardinal-Problem des deutschen Schulsystems, die große Abhängigkeit schulischen Erfolges von der sozialen Herkunft der Kinder, bestätigen wird", sage GEW-Vize Marianne Demmer am Donnerstag mit Blick auf den PISA-Bericht der spanischen Lehrerzeitung "magisnet". Diesen unseligen Zusammenhang habe auch die gestern veröffentlichte Grundschulstudie IGLU bestätigt. Zudem sei nicht auszuschließen, dass die Schere zwischen den Leistungen stärkerer und schwächerer Schüler bei PISA noch weiter auseinanderklaffen werde. Dies war eines der zentralen Ergebnisse, die PISA I im Vergleich zu PISA II zutage gefördert hatte.

Mit Bezug auf den Hinweis von OECD-Koordinator Andreas Schleicher warnte Demmer davor, bei den PISA-Ergebnissen in Naturwissenschaften "Äpfel mit Birnen zu vergleichen". Schleicher hatte darauf hingewiesen, dass die Aufgabenstellungen von PISA 2003 nicht mit denen von PISA 2006 übereinstimmten.

Die PISA-Gesamtstudie soll am 4. Dezember 2007 veröffentlicht werden.

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